WÜRZBURG

Iraner müssen Betten räumen

Seit vier Wochen demonstrieren zehn iranische Asylbewerber in der Würzburger Innenstadt mittlerweile für ihre Anerkennung als politische Flüchtlinge und Verbesserungen in der Asylrechtspraxis. Aufgeben wollen sie nicht. Erst, so heißt es, müssten ihre Forderungen erfüllt werden. Hierfür waren sie zwischenzeitlich, wie berichtet, in einen Hungerstreik getreten.

Nachdem die Stadt Würzburg eine Verlegung des Iraner-Pavillons vom Vierröhrenbrunnen vor dem Rathaus auf den unteren Markt erwirkt hatte, gab es darum am Dienstag schon wieder Ärger. Anders als im Bescheid der Stadt erlaubt, hatten die Asylbewerber Betten in ihrem Zelt aufgestellt und dort genächtigt. Genau dies will die Stadt unterbinden. Wie Matthias Grünberg (Grüne) für die Iraner berichtete, seien die Protestierenden nachts von der Polizei aufgefordert worden, die Betten zu entfernen.

Um eine mögliche Zwangsräumung zu vermeiden, haben die Demonstranten am Dienstagmittag die mobilen Betten aus ihrem Pavillon getragen – bis auf eines. Es darf für die zehn Asylbewerber und ihre Unterstützer zum Ausruhen im Zelt verbleiben. Nach Aussage Grünbergs erwägen die Iraner, auch gegen den neuerlichen Bescheid aus dem Rathaus zu klagen.

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