publiziert: 05.02.2012 14:22 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 14:48 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 14:48 Uhr
Text
Text
MÜNCHEN
Kälterekord in Bayern: Minus 28 Grad
Kalt war es am Wochenende überall in Deutschland - aber nirgendwo so eisig wie in Bayern mit bis zu minus 28 Grad. Frost und Eis machten auch dem Bahn- und Schiffverkehr zu schaffen. Für hartgesottene Wintersportler waren die Bedingungen hingegen perfekt.
Das kälteste Wochenende des Winters hat Bayern bei Temperaturen bis zu minus 28 Grad bibbern lassen. Vielerorts in Bayern wurden Temperaturen von weniger als 20 Grad gemessen - nirgends war es wärmer als minus zehn Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Den bundesweiten Minus-Rekord erreichte Oberstdorf mit minus 28 Grad. Dennoch sei die Kältewelle nichts Ungewöhnliches, sagte Eva Wille, Diplom-Meteorologin beim DWD, der Nachrichtenagentur dpa.
Am Samstag mussten mehr als 70 Kilometer des Main-Donau-Kanals zwischen Hausen und Hilpoltstein bis auf weiteres für die Schifffahrt gesperrt werden, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt in Nürnberg mitteilte. Auf der Strecke zwischen Bamberg und Kehlheim bildeten sich an mehreren Stellen Eisschollen auf dem Wasser.
Auch im Zugverkehr kam es Einschränkungen und Verspätungen. Sowohl die Deutsche Bahn als auch viele Regionalbetreiber hatten mit Vereisungen an Weichen, Signalanlagen und Bahnübergängen zu kämpfen. Am Samstagmorgen fiel zusätzlich die S-Bahn zwischen München und Holzkirchen aus. Teilweise mussten Busse eingesetzt werden.
Im fränkischen Fürth bewahrte die Polizei zwei betrunkene Mädchen vor dem Erfrieren. Streifenbeamte entdeckten die beiden 16-Jährigen am Sonntag kurz nach Mitternacht zufällig auf einer Wiese - bei Minus 17 Grad. Eines der Mädchen lag auf dem Rücken am Boden. „Die Mädchen waren stark alkoholisiert“, sagte eine Sprecherin der Polizei am Sonntag in Nürnberg. Die Polizei verständigte die Erziehungsberechtigten. Zudem werde das Jugendamt informiert, ergänzte die Sprecherin. Die 16-Jährigen gaben an, eine Feier besucht zu haben. Trotz der eiskalten Nacht traten sie zu Fuß den sechs Kilometer langen Heimweg an.
Im Landkreis Ansbach in der Nähe von Unterschwaningen brach ein 61 Jahre alter Schlittschuhläufer durch die Eisdecke eines zugefrorenen Sees. Aus eigener Kraft konnte er sich nicht mehr helfen, er wurde von anderen Freizeitsportlern herausgezogen.
Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, durften sich Skifahrer über allerbeste Pistenbedingungen und strahlenden Sonnenschein freuen. „Allerdings muss man die Kälte aushalten können“, sagte Patricia Schöndorf von der Zugspitz-Bahn am Samstag. „Aber beim Skifahren wird einem ja warm.“ Sie empfiehlt eine Sturmhaube und gute Funktionswäsche, um sich gegen die beißende Kälte zu schützen. Als Entschädigung für die Kälte gebe es Sonne, blauen Himmel und Fernsicht. Auf der Zugspitze wurden Samstag minus 22 bis minus 25 Grad gemessen. Im tiefer gelegenen Skigebiet waren es minus 17 Grad.
Die Skirennfahrerinnen beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen schützten ihre Gesichter bei eisigen Temperaturen von minus 22 Grad mit Masken oder Tape. Einige schmierten sich dick Creme ins Gesicht. Abfahrtssiegerin Lindsey Vonn nutzte gleich mehrfachen Kälteschutz. „Ich habe drei Masken getragen, zwei dicke und eine aerodynamische drübergezogen. Mein Gesicht war warm“, sagte die Amerikanerin. „Und schnell war ich auch.“ Mit Maske war auch Maria Höfl-Riesch unterwegs. „Ich sehe es nicht ein, dass ich mir die Haut erfrier'“, sagte die 27-Jährige.
Besonders eisig war es vor dem Rennen bei der Streckenbesichtigung. „Das war schon sehr kalt“, sagte Viktoria Rebensburg. „Beim Besichtigen hab' ich alles angehabt, was ich zum Anziehen hab'.“ Zwar sind die Wintersportler vieles gewohnt, „aber Kälte ist immer unangenehm“, sagte die 20-jährige Veronique Hronek. „Vor allem in der Abfahrt, weil man ja nicht viel anhat durch die engen Anzüge“. Ihr Rezept: „Die zwei Minuten beißt man halt die Zähne zusammen.“ Und dann schnell wieder dick einpacken.
Die Aussichten für den Wochenanfang sind laut dem DWD zwar etwas milder, doch vor allem am Alpenrand ist auch weiterhin mit Temperaturen von weniger als minus 20 Grad zu rechnen. Von Osten her weht extrem kalte Festlandluft sibirischen Ursprungs nach Bayern und sorgt für anhaltende Kälte und Frost.
Am Samstag mussten mehr als 70 Kilometer des Main-Donau-Kanals zwischen Hausen und Hilpoltstein bis auf weiteres für die Schifffahrt gesperrt werden, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt in Nürnberg mitteilte. Auf der Strecke zwischen Bamberg und Kehlheim bildeten sich an mehreren Stellen Eisschollen auf dem Wasser.
Auch im Zugverkehr kam es Einschränkungen und Verspätungen. Sowohl die Deutsche Bahn als auch viele Regionalbetreiber hatten mit Vereisungen an Weichen, Signalanlagen und Bahnübergängen zu kämpfen. Am Samstagmorgen fiel zusätzlich die S-Bahn zwischen München und Holzkirchen aus. Teilweise mussten Busse eingesetzt werden.
Im fränkischen Fürth bewahrte die Polizei zwei betrunkene Mädchen vor dem Erfrieren. Streifenbeamte entdeckten die beiden 16-Jährigen am Sonntag kurz nach Mitternacht zufällig auf einer Wiese - bei Minus 17 Grad. Eines der Mädchen lag auf dem Rücken am Boden. „Die Mädchen waren stark alkoholisiert“, sagte eine Sprecherin der Polizei am Sonntag in Nürnberg. Die Polizei verständigte die Erziehungsberechtigten. Zudem werde das Jugendamt informiert, ergänzte die Sprecherin. Die 16-Jährigen gaben an, eine Feier besucht zu haben. Trotz der eiskalten Nacht traten sie zu Fuß den sechs Kilometer langen Heimweg an.
Im Landkreis Ansbach in der Nähe von Unterschwaningen brach ein 61 Jahre alter Schlittschuhläufer durch die Eisdecke eines zugefrorenen Sees. Aus eigener Kraft konnte er sich nicht mehr helfen, er wurde von anderen Freizeitsportlern herausgezogen.
Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, durften sich Skifahrer über allerbeste Pistenbedingungen und strahlenden Sonnenschein freuen. „Allerdings muss man die Kälte aushalten können“, sagte Patricia Schöndorf von der Zugspitz-Bahn am Samstag. „Aber beim Skifahren wird einem ja warm.“ Sie empfiehlt eine Sturmhaube und gute Funktionswäsche, um sich gegen die beißende Kälte zu schützen. Als Entschädigung für die Kälte gebe es Sonne, blauen Himmel und Fernsicht. Auf der Zugspitze wurden Samstag minus 22 bis minus 25 Grad gemessen. Im tiefer gelegenen Skigebiet waren es minus 17 Grad.
Die Skirennfahrerinnen beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen schützten ihre Gesichter bei eisigen Temperaturen von minus 22 Grad mit Masken oder Tape. Einige schmierten sich dick Creme ins Gesicht. Abfahrtssiegerin Lindsey Vonn nutzte gleich mehrfachen Kälteschutz. „Ich habe drei Masken getragen, zwei dicke und eine aerodynamische drübergezogen. Mein Gesicht war warm“, sagte die Amerikanerin. „Und schnell war ich auch.“ Mit Maske war auch Maria Höfl-Riesch unterwegs. „Ich sehe es nicht ein, dass ich mir die Haut erfrier'“, sagte die 27-Jährige.
Besonders eisig war es vor dem Rennen bei der Streckenbesichtigung. „Das war schon sehr kalt“, sagte Viktoria Rebensburg. „Beim Besichtigen hab' ich alles angehabt, was ich zum Anziehen hab'.“ Zwar sind die Wintersportler vieles gewohnt, „aber Kälte ist immer unangenehm“, sagte die 20-jährige Veronique Hronek. „Vor allem in der Abfahrt, weil man ja nicht viel anhat durch die engen Anzüge“. Ihr Rezept: „Die zwei Minuten beißt man halt die Zähne zusammen.“ Und dann schnell wieder dick einpacken.
Die Aussichten für den Wochenanfang sind laut dem DWD zwar etwas milder, doch vor allem am Alpenrand ist auch weiterhin mit Temperaturen von weniger als minus 20 Grad zu rechnen. Von Osten her weht extrem kalte Festlandluft sibirischen Ursprungs nach Bayern und sorgt für anhaltende Kälte und Frost.
(dpa)
Diesen Artikel
Die neuesten Kommentare
|
adam10s (34 Kommentare) am 06.02.2012 07:13
Skirennen in GarmischWer ohne Jacke Ski fährt braucht sich doch nicht zu beschweren, wenn es kalt ist. |
(1)
|
|
unbestechlicher (42 Kommentare) am 05.02.2012 22:06
...Kommentar wurde wegen Verletzung der AGB gelöscht. Die Online-Redaktion. |
(3)
|
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
Dann jetzt gleich »hier registrieren
Recht auf Auskunft
Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
111 Dinge
...die Sie in Mainfranken tun müssen:
Mit unserer großen Serie lernen Sie die Region neu kennen. »mehr
Mit unserer großen Serie lernen Sie die Region neu kennen. »mehr
Auf Schusters Rappen
Die neue Gruppe auf main.de. Wandergruppe unter sich. »mehr
Anzeige
Gelesen
Kommentiert
|
|
HAMMELBURG Geldstrafe wegen Flugzeugabsturz |
|
|
BURGWALLBACH Germany’s next Topmodel: Aus der Traum |
|
|
MARTINSHEIM Über die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn |
|
|
HAMMELBURG In Hammelburg für Afghanistan trainieren |
Aktuelle Leserkommentare
Aus dem Artikel: Tod einer Schülerin an der Haltestelle: kein Prozess
Jetzt bin ich aber baff!
von average
Aus dem Artikel: Tod einer Schülerin an der Haltestelle: kein Prozess
Keinen Prozess.....
von ochsenfroschAnzeige
Zeichen setzen
Förderpreis für
engagierte Bürger Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
engagierte Bürger Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
Daily X
Die Jugendseite der Main-Post
Täglich aktuell, täglich lesenswert. »mehr

Wetter














