aktualisiert: 06.02.2012 19:02 Uhr
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VEITSHÖCHHEIM
Kleine Narren ganz groß
Der fränkische Faschingsnachwuchs zeigte bei der Fernsehsitzung in Veitshöchheim sein Können
Eltern, Lehrer, nicht einmal Politiker sind gefeit vor dem Faschingsnachwuchs. Bei der fränkischen Narrennachwuchssitzung „Wehe wenn wir losgelassen“ am Sonntag in den Mainfrankensälen Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) hatten die Kleinen das Wort. Bereits zum sechsten Mal durften sich die Kinder und Jugendlichen vor der berühmten Fastnachtskulisse austoben und in Tänzen, Büttenreden und Sketchen ihr Talent zeigen.
Dabei kamen keineswegs nur Kinder auf ihre Kosten. Eine Vielzahl der Auftritte wusste auch die Alten zu unterhalten. So erntete Julian Pfreundschuh aus Neubrunn, bekannt aus der BR-Sendung „Franken sucht den Super-Narr“, mit seinem Frankenlied tosenden Applaus von den gut 300 Gästen. Ganz in Rot und Weiß gekleidet erklärte er das Fränkische zur „wahren Sprach'“ und brachte so manchen „Neigschmeckten“ alle wichtigen Dialektworte bei.
Ebenso gut an kam Ramona Rupprecht mit ihrer Bütt zum heimischen Bauernhof: „Die Bauern jammern ja immer so“, wusste sie zu berichten. Deshalb vermiete Ramonas Familie den alten Saustall samt Duft an Urlauber. Dass noch niemand gekommen sei, weder „Preiß' no Frange“, kann sie sich aber bei all dem Service nicht erklären.
Fest im Griff hatte die Narren Moderator Cedric Nappert aus Schirnding/Wunsiedel in Oberfranken. Mit seinen zwölf
Lenzen führte er frech durch das Programm und hatte bei jeder Gelegenheit die Lacher auf seiner Seite. Charmant begrüßte er zu Beginn die neue Sitzungspräsidentin Isabell Stange von den Homburger „Steeäisel“: „Schon wieder ne neue.“ Nach einer Gesangsdarbietung attestierte er ihr, nicht nur was fürs Ohr, „sondern auch fürs Auge“ geboten zu haben. Bei seinem Traum, Schauspieler zu werden half ihm Michl Müller, der neben Bauchredner Pierre Ruby als berühmter Bühnengast fungierte. Unter Müllers Kommando und gekonnter Einbeziehung des Publikums drehten die beiden einen Film auf der Bühne. Als der Garitzer „Dreggsagg“ nach ständigem Szenenabbruch und -neustart Cedric das erste Mal zu Wort kommen ließ, beendete er das Schauspiel keck: „Da werd' ich doch lieber Fernsehkoch.“Für Fastnachts-Präsident Bernhard Schlereth ist die Jugendsitzung ein Erfolg: „Die TV-Quoten werden wieder über dem Senderschnitt liegen“, ist er sich sicher. Die Anwesenheit von Landtagspräsidentin Barbara Stamm und des Abgeordneten Volkmar Halbleib verliehen der Veranstaltung ebenso seine verdiente Geltung. Gezeigt wird das Spektakel im BR am 19. Februar um 14 Uhr.
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