aktualisiert: 03.09.2010 19:57 Uhr
Text
Text
WÜRZBURG
Lotto-Gewinn in der Türkei war Betrug
Abzocker kassierten bei drei Opfern Gebühren
(MaS) Wieder einmal hat ein Betrüger seine Opfer in Unterfranken mit dem Versprechen auf Gewinne abkassiert. Die Masche ist nicht neu „und eigentlich sollte das Gebaren zwischenzeitlich hinreichend bekannt sein,“ weiß Hauptkommissar Peter Rettinger von der Pressestelle des Polizeipräsidiums. „Trotzdem fallen nach wie vor einige auf die – zugegeben äußerst wortgewandten – Betrüger herein, die mit immer ausgefeilteren Methoden arbeiten.“
Vorgegaukelt werden Gewinne aus angeblichen Lotterien, in diesem Fall aus der Türkei. Derartige Gauner spielen mit der Gier ihrer Opfer: Ihren Schilderungen zufolge locken Gewinne bis zum Luxusfahrzeug im Wert von 50 000 Euro.
Doch plötzlich werden Bearbeitungsgebühren über knapp achthundert Euro fällig. Auch der Notar und der Rechtsanwalt erwarten Geld, Überführungskosten für den Neuwagen werden verlangt – und von den ahnungslosen Opfern bezahlt. Mit dieser Masche ergaunerte der redegewandte Trickser allein bei einem Opfer in Würzburg fast 4000 Euro.
„Das ins Ausland transferierte Geld ist in aller Regel nicht mehr rückholbar,“ weiß Rettinger. „Die Ermittlungen nach den Hintermännern, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Ausland sitzen, gestalten sich schwierig.“ Obwohl die angeblichen Gewinner teilweise überhaupt nicht an Spielen und Verlosungen teilgenommen haben, erliegen offenbar doch Einzelne dem Reiz des schnellen Geldes.
Die unterfränkische Polizei nimmt dies zum Anlass, vor solchen Machenschaften zu warnen. Egal, ob man an einer Auslosung teilgenommen hat oder nicht. Wer erst zahlen soll, um in den „Genuss“ eines angeblichen Gewinns zu kommen, sollte die Finger davon lassen.
Diesen Artikel
Die neuesten Kommentare
Fasching
Recht auf Auskunft
Auf Schusters Rappen
Gelesen
Kommentiert
|
|
UNTERFRANKEN Schmallenberg-Virus erreicht die Region |
|
|
WEIDEN/SCHWEINFURT Florian Klöber soll 66-Jährigen erstochen haben |
|
|
WÜRZBURG Faschingsumzüge: Streit um CD-Musik |
|
|
UNTERFRANKEN Schmallenberg-Virus: Noch mehr Fälle in Unterfranken |
Aktuelle Leserkommentare
Zeichen setzen
engagierte Bürger Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
Daily X
Geschichte
von Zeitzeugen und spektakulären Fotos. »mehr

Wetter













