publiziert: 07.10.2011 19:13 Uhr
aktualisiert: 07.10.2011 19:17 Uhr
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Meilenstein für die Energiewende

Grundsteinlegung am ZAE-Bau – Erforschung neuer Konzepte und Materialien
  • Energieforschung unterm Zeltdach: Das neue ZAE-Gebäude in Würzburg soll bis 2013 fertig sein.
    Entwurf: Büro Lang Hugger Rampp
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Es wird das erste neue Gebäude auf dem ehemaligen US-Leighton-Areal und ein Hingucker im neuen Würzburger Stadtteil Hubland. Katja Hessel, Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium, sprach bei der Grundsteinlegung des Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE) am Freitag von „einer perfekten Verschmelzung von Design und Wissenschaft“. Markant sind vor allem die zeltähnlichen Membrandächer.

Doch der zweigeschossige Bau mit einer Fläche von 3400 Quadratmetern soll bei der Eröffnung Anfang 2013 nicht nur schön aussehen, sondern auch Energiegeschichte schreiben. Vornehmlich Materialien zur Wärmedämmung sowie Konzepte zur Nutzung von Tageslicht in Gebäuden sollen dort entwickelt und teilweise auch verbaut werden. Wesentlicher Bestandteil des 10,4 Millionen Euro teuren Baus ist ein 500 Quadratmeter großes Informationszentrum.

Dass zwar alle die Energiewende wollen, es beim bewussten Handeln aber noch Nachholbedarf gibt, darin waren sich die Staatssekretärin wie Ministerialrat Knut Kübler vom Bundeswirtschaftsministerium einig. Nach dem Energiekonzept der Bundesregierung wolle man bis 2020 den Primärenergieverbrauch um die Hälfte reduzieren, „doch bislang ist die Energieeinsparung bescheiden“, so Kübler. Umso wichtiger sei die Forschung für mehr Energieeffizienz. Deshalb könne das ZAE-Projekt „ein Leuchtturm für die Region werden“. Es wird mit 4,5 Millionen Euro vom Bund gefördert, mit 3,9 Millionen vom Freistaat. Den Rest steuern Industrie und Sponsoren bei.

Dass nach nur einem Jahr Planungszeit im August mit den Rohbauarbeiten begonnen wurde, ist nach Aussage von Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal ein gelungenes Beispiel von Teamarbeit, an der die Stadt wesentlich beteiligt war. In harten Verhandlungen habe man der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die 10 000 Quadratmeter Konversionsfläche abgekauft und dem ZAE in Erbpacht auf 40 Jahre übergeben. „Das wird ein Meilenstein für die Entwicklung des neuen grünen Stadtteils“ prognostizierte der OB den rund 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. In unmittelbarer Nachbarschaft richtet die Stadt 2018 die Landesgartenschau aus.

Das schnelle Baurecht freut Architekt Thomas Rampp vom Münchner Büro Lang Hugger Rampp, das das Gebäude gestaltet. Dass es seinen Teil zur Energiewende beiträgt, hofft Prof. Vladimir Dyakonov, ZAE-Vorstandsvorsitzender. Das ZAE ist ein gemeinnütziger Verein mit rund 180 Mitarbeitern an den Standorten Würzburg, Garching und Erlangen. Das ZAE arbeitet eng mit den Universitäten und der Industrie zusammen.

Von unserem Redaktionsmitglied Holger Welsch
    
    

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