aktualisiert: 13.02.2012 07:59 Uhr
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SCHWEINFURT/KITZINGEN
Michael Glos tritt 2013 nicht mehr für Bundestag an
CSU-Bundestagsabgeordneter informierte seine Parteikollegen beim Neujahrsempfang
„Ich bewerbe mich bei der nächsten Kandidatur nicht mehr für das Mandat.“ Mit diesen dürren Worten gab der langjährige CSU-Wahlkreisabgeordnete und frühere Bundeswirtschaftsminister Michael Glos beim diesjährigen Neujahrsempfang der Schweinfurter CSU seinen bevorstehenden Rückzug aus der Politik bekannt. Fragen über eine neuerliche – dann elfte – Bundestagskandidatur im Jahr 2013 hatte der Prichsenstädter bislang stets unbeantwortet gelassen. „Ich wollte meine Entscheidung, sobald sie feststeht, zuallererst meinen Parteifreunden mitteilen“, so Glos. „Das ist hiermit geschehen.“
Versprechen an Ehefrau Ilse
Obwohl Michael Glos intern seinen Rückzug schon häufiger angedeutet hatte, kam diese nun eindeutige Aussage für viele Parteifreunde überraschend. Ihnen stellt sich nun die Frage der Nachfolge. Auch hierzu nahm Glos Stellung: „Bis 2013 ist ausreichend Zeit, jemand Neues zu finden. Und ich wähle ausdrücklich diese geschlechtsneutrale Formulierung.“ Auf Nachfrage dieser Zeitung räumte der Prichsenstädter Bundestagsabgeordnete der Europaparlamentarierin und Bezirksvorsitzenden der Frauen Union, Anja Weisgerber (Schwebheim), „im Moment die größten Chancen“ ein.
„Ich bin unversehens unter die drei dienstältesten Bundestagsabgeordneten geraten“, so der 67-jährige Glos, „gehöre aber Gott sei Dank nicht zu den Ältesten.“ Sich nun aus der Politik zurückzuziehen, habe er seiner Frau Ilse versprochen. Den Zeitpunkt wollte er – wie auch im Fall seines Rücktritts vom Amt des Bundeswirtschaftsministers im Jahr 2009 und der Abgabe des CSU-Bezirksvorsitzes im vergangenen Jahr – selbst bestimmen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, in früheren Jahren persönlicher Referent des einstigen CSU-Landesgruppenvorsitzenden Michael Glos, sprach von einem „historischen Tag“, der „das Ende einer Ära“ einläute.
Festrede mutierte zur Laudatio
Michael Glos, der im Wahlkreis Schweinfurt-Kitzingen seit 1976 zehnmal hintereinander das Bundestagsdirektmandat für die CSU erringen konnte, stehe wie kein Zweiter für die bodenständige Komponente in der Politik und sei auch als Landesgruppenvorsitzender und Minister durch seine starke Wahlkreispräsenz immer „fest im Boden der Realität verwurzelt“ gewesen. Friedrich hielt die Festrede auf dem Neujahrsempfang der Schweinfurter CSU, die nach der Ansage seines politischen Ziehvaters in weiten Passagen zu einer Laudatio auf diesen geriet.
Mit einem kurzen „Whow“ reagierte Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé auf die Entscheidung von Michael Glos. Er sprach davon, dass sich für ihn „hier ein Kreis schließt“. Remelés Vater hatte vor 35 Jahren die Schweinfurter Delegiertenversammlung geleitet, bei der die Kandidatur des jungen Michael Glos „mit der hauchdünnen Mehrheit von nur einer Stimme“ (Remelé) beschlossen wurde. Der OB appellierte an seine in der Partei engagierten Altersgenossen, den Rückzug des CSU-Urgesteins als „Mahnung und Aufforderung“ aufzufassen, „jetzt selbst in die politische Verantwortung zu gehen“.
Glos' Politkarriere
Der Müllermeister Michael Glos trat 1970 in die CSU ein und gehörte von 1972 bis 1978 dem Stadtrat von Prichsenstadt sowie von 1975 bis 1993 dem Kreistag von Kitzingen an. Seit 1976 ist er Mitglied des Bundestages, von 1993 bis 2005 war er Vorsitzender der mächtigen CSU-Landesgruppe und von 2005 bis zu seinem Rücktritt am 7. Februar 2009 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Bei der Nominierungsversammlung seiner Partei zur Bundestagswahl 2009 hatte er erstmals 100 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten. „Dieses Ergebnis kann man nicht mehr toppen. Es ist Zeit aufzuhören“, stellte er am Samstag ebenso scherzhaft wie wahrheitsgemäß fest.
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denkforum (283 Kommentare) am 13.02.2012 01:14
Wen interessierts.......ob dieser CSU-Dampfplauderer noch einmal antritt oder nicht?! Mich net!
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mufftie (512 Kommentare) am 12.02.2012 21:28
Sorry den Nachfolger habe ich vergessen!Hallo Michael Glos,du hast einen würdigen Nachfolger aus Unterfranken, genau aus Garitz! Ich verrate es dir den "Michel Müller"! Der verkauft sich selbst und kostet den Steuerzahler kein Euro und ist einer, der einen Saal bewegen kann. Von daher ist dein Abschied kein Trauerfall, eher eine Begeisterung für was Neues! Helau und schönen Abend
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mufftie (512 Kommentare) am 12.02.2012 18:32
Ja...Es iss so wie es ist, er hat seine Entscheidung getroffen. Zu seiner Zeit hat er vielleicht was bewegt, aber was? Das weiß auch die Zeitung hier nicht, sonst würde hier mehr im Artikeln stehen. Seine größte Pleite war das Wirtschaftsministerium, aber da sieht man wieder was Politik ist "du machst den Job ob du ihn kannst oder nicht"! Was soll man da viel über seinen Rücktritt diskutieren? Es ist Schade dass er so eine hohe Pension bekommt und das wir als Staat zahlen müssen! Für was?
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