aktualisiert: 16.08.2011 17:19 Uhr
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EUSSENHEIM
Mord in Eußenheim: 76-Jährige starb an Schlägen
Mutmaßlicher Täter in der Psychiatrie
Nach dem Mord an einer 76-jährigen Rentnerin in Eußenheim (Lkr. Main-Spessart) in der Nacht zum Montag ergab die Obduktion, dass die Frau an heftigen Schlägen gestorben ist.
Die Vernehmung der Angehörigen brachte noch keine Hinweise auf die Hintergründe der Gewalttat. Das Motiv ist nach wie vor unklar. Auch die genauen Tatumstände sind Gegenstand der andauernden Ermittlungen.
Der mutmaßliche Täter, der Sohn der 76-Jährigen, wurde mittlerweile in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung des Bezirkskrankenhauses in Lohr am Main untergebracht, teilte die Polizei am Dienstag mit. Aufgrund seines Gesundheitszustandes konnte der 48-jährige Fitnesstrainer bislang noch nicht vernommen werden.
In Eußenheim und Umgebung wird derweil heftig spekuliert, wie die Tat abgelaufen sein könnte. Wer den Fitnesstrainer kennt, beschreibt ihn als unauffällig. Er war zunächst Arbeiter im Karlstadter Eisenwerk und entdeckte schließlich den Sport für sich. Bei den Würzburger Kickers habe er geboxt und sich auch als Trainer engagiert.
Nachbarn berichten, er habe in der Tatnacht vor dem Haus herumgebrüllt. Einer der Anwohner: „Seine Stimme hat so fremd geklungen, dass wir sie ihm gar nicht zugeordnet haben. Er war sonst sanft wie ein Lamm.“
Wie berichtet, alarmierten die Nachbarn die Polizei. Sie lotsten den Krankenwagen zum Ort des Geschehens und versuchten die Kinder im Haus zu halten, während draußen auf der Straße die ganze Nacht über Einsatzfahrzeuge unterwegs waren. „Alle hatten Angst und konnten sich nicht erklären, was vorgefallen war“, berichtet ein Nachbar. Und: „Es tut uns leid für die Familie.“
Wie berichtet, war die blutüberströmte Leiche der Frau am frühen Montagmorgen in ihrer Wohnung gefunden worden. Der emotional sehr aufgewühlte Mann leistete heftigen Widerstand und konnte von den Beamten nur mit Hilfe von Pfefferspray und körperlicher Gewalt überwältigt werden. Er war bisher nicht bei der Polizei aufgefallen.
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helsig (2 Kommentare) am 24.09.2010 13:15
Auch für mich unbegreiflichIch kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Auch ich kenne ihn nur als ruhigen und geduldigen Menschen. Sonst hätte ich auch meine beiden Kinder nicht in seine Kurse geschickt.Er war immer freundlich mit den Kindern, hat nie rumgeschrien oder ist anders auffällig geworden. Wie gesagt, es muss etwas ganz schlimmes mit ihm passiert sein - wenn es wirklich so sein sollte, das er die Tat begangen hat. Mein Mitgefühl gilt auch den Angehörigen, die jetzt die schlimmste Zeit ihres Lebens durchmachen müssen. |
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karinaws (1 Kommentare) am 22.09.2010 12:05
Mord??Unvorstellbar!Ich kenne E. seit meiner Kindheit und er war immer ein lieber Mensch. Niemals handelt es sich bei er Tat um Mord!!! Alle die E. kennen, wissen was für ein lieber und freundlicher Mensch er ist. Es muss etwas sehr schlimmes und tragisches mit ihm passiert sein, wenn er wirklich zu so einer Tat fähig gewesen war! E. muss nicht zurechnungsfähig gewesen sein, sont hätter er niemals so etwas gemacht. Falls er die Tat wirklich begangen hat ist er schwer krank und braucht psychologische Hilfe. Alle Ihr Freunde und Bekannten verurteilt bitte E. nicht schon vor seiner Verurteilung. Freunde die zu ihm stehen, werden sehr wichtig für E. sein!Eine Freundin! von E., die ich auch immer bleiben werde |
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kretzers (67 Kommentare) am 21.09.2010 22:59
Mord?Liebe Main-Post!Mord setzt laut Strafgesetzbuch Vorsatz und Heimtücke voraus. Das kann in diesem Fall ja schlecht möglich sein. Schon im ersten Bericht war von Verwirrtheit und komischen Verhalten des Sohnes die Rede, außerdem spricht die Einweisung in das Bezirkskrankenhaus ja für sich. Bei Mord, auch mutmaßlich, wäre auf jeden Fall ein Haftbefehl, keine Einweisung, das Gebot der Stunde gewesen. Also, die Kirche mal im Dorf lassen und nicht Behauptungen und Verureilungen/Wertungen aufstellen. Ansonsten sind die beiden Berichte sehr gut geschrieben und geben einen sehr Überblick in die Situation.. |
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