publiziert: 12.02.2010 19:51 Uhr
aktualisiert: 12.02.2010 19:54 Uhr
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Neuer „Chefpräsident“ der Justiz

Spitze des Oberlandesgerichts Bamberg informiert sich in Unterfranken
  • Antrittsbesuch: Der neue Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg Peter Werndl (Zweiter von rechts) und Geschäftsführer Klemens Dechant informierten sich bei der Präsidentin des Landgerichts Würzburg, Anna-Maria Stadler, und Amtsgerichtsdirektor Roland Stockmann.
    Foto: Patrick Wötzel
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(MaS) Alle 25 ihm unterstellten Gerichte in Unter- und Oberfranken will der neue Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg, Peter Werndl, in den nächsten Wochen besuchen. Den Anfang machte vergangene Woche Würzburg – sei es, weil es das größte in seinem Amtsbereich ist, oder dass der neue „Chefpräsident“ dachte: „Ladies first“.

Justizministerin Beate Merk hatte den 62-Jährigen am Montag in Bamberg ins Amt eingeführt. Landgerichtspräsidentin Anna-Maria Stadler sowie Amtsgerichtsdirektor Roland Stockmann führten ihn in Würzburg durch das Strafjustizzentrum, nahmen mit ihm den (kurz vor der Vollendung stehenden) Umbau des Landgerichts in der Ottostraße in Augenschein und erörterten Fragen der Zusammenarbeit.

Peter Werndl ist seit 1975 bei der Justiz. Er war Staatsanwalt und Richter in München, Referent am Bayerischen Verfassungsgerichtshof, leitete das Landgericht Augsburg und war zuletzt Personalchef im Justizministerium.

Im Pressegespräch sagte Werndl am Donnerstag: Das hohe Niveau bayerischer Justiz sei „nicht zum Nulltarif zu haben“. Dem Präsidenten des kleinsten der drei bayerischen Oberlandesgerichte in Bamberg unterstehen 2600 Mitarbeiter, auch an den Landgerichten Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg. In der Diskussion um den Kauf der Daten von Steuersündern aus dubiosen Quellen gilt Werndl als Befürworter. „Bei allem Bauchweh“ müsse man „zum Schutz der ehrlichen Steuerzahler“ auch diesen Weg beschreiten.

    
    

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