aktualisiert: 20.08.2012 19:00 Uhr
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SCHWEINFURT
Neun Jahre für Drogenhändler
Kiloweise Heroin gedealt
Sein letzter Kunde war ein verdeckter Ermittler der Kripo Schweinfurt. Drei Kilogramm Heroin hat der 42-Jährige dem Polizeibeamten verkauft. Am Montag ist der aus dem Kosovo stammende Brahim B. vom Landgericht Schweinfurt wegen vierfachen Drogenhandels zu neun Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der 42-Jährige hatte den Einkauf von weiteren zwei Kilogramm Heroin und den Weiterverkauf von fast drei Kilogramm gestreckten Heroins gestanden.
Brahim B. arbeitete als Gastwirt zunächst in einem Dorf im Landkreis Rhön-Grabfeld, dann in einer Kleinstadt im Kreis Bad Kissingen. Das große Geld verdiente er aber nicht. Als sein Schuldenberg auf 50 000 Euro angewachsen war, stieg er ins Drogengeschäft ein. Ratschläge von Landsleuten beherzigend, ging er von Anfang professionell und raffiniert vor: Im Einsatz waren immer mehrere Handys, die Waren ließ er Dritte in Holland mit Mietautos holen, er bunkerte das Heroin und das eingenommene Geld stets an verschiedenen Orten, vornehmlich im Raum Rhön-Grabfeld.
Seine intensiven Geschäfte mit dem gefährlichen Stoff blieben der Polizei nicht verborgen. Ein Vertrauensmann der Polizei nahm als „Mohamed“ Kontakt zum Dealer auf. Später kam der verdeckte Ermittler erfolgreich zum Einsatz. Als ein Kurierfahrer ausfiel, fragte der Angeklagte ausgerechnet „Mohamed“, ob er Ersatz wisse. Mohamed wusste: Auch der „vermittelte“ letzte Kurierfahrer war ein deutscher Polizist. Seinen Einsatz hatten die Niederlande genehmigt. Ein Coup der Polizei.
Der Staatsanwalt hatte elf Jahre gefordert, die beiden Anwälte auch wegen des Geständnisses ihres Mandanten acht Jahre als ausreichend erachtet. Das Gericht lag dazwischen. Der Haftbefehl gegen den am 1. Oktober 2011 festgenommenen Mann wurde aufrechterhalten.
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