aktualisiert: 25.09.2009 14:42 Uhr
Text
Text
WÜRZBURG
Polizei findet riesige Drogen-Plantagen
Elf Vietnamesen bei Razzia festgenommen
Vietnamesische Drogenhändler sollen in alten Industriehallen in Würzburg Marihuana professionell in regelrechten Plantagen angebaut haben. Am Dienstag sprengten Rauschgiftfahnder den Vietnamesen-Ring. Sie und ein Sondereinsatzkommando (SEK) stürmten ein Haus im Stadtteil Lengfeld, schwiegen aber auf Presseanfragen zunächst über das Ziel ihrer Suche.
Marihuana-Plantagen entdeckt
Vietnamesische Drogenhändler sollen in alten Industriehallen in Würzburg Marihuana professionell in regelrechten Plantagen angebaut haben. Am Dienstag sprengten Rauschgiftfahnder den Vietnamesen-Ring. Sie und ein Sondereinsatzkommando (SEK) stürmten ein Haus im Stadtteil Lengfeld, schwiegen aber auf Presseanfragen zunächst über das Ziel ihrer Suche.
Jetzt sprechen Ermittler von den „vermutlich größten Aufzuchtanlagen, die in den letzten Jahren in Bayern entdeckt wurden“. Ein „großer Schlag“ sei gelungen, bei den Durchsuchungen seien „Rauschgiftplantagen entdeckt“ worden, freuten sich Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt und Dietrich Geuder, derzeit Chef der Staatsanwaltschaft. Details wollen Polizei und Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz am Freitag mitteilen.
Stromausfall lieferte Hinweis
Der Bayerische Rundfunk wusste von der Durchsuchung von acht Objekten und „drei Drogen-Großplantagen“. Jede soll mindestens 1000 Marihuana-Pflanzen beherbergt haben. Offenbar gab es Hinweise aus einem anderen Fall des Landeskriminalamtes. Allerdings hatten die Drogenzüchter nach Information dieser Zeitung auch durch eine Ungeschicklichkeit auf sich aufmerksam gemacht: Lampen und Wärmeanlagen zur Aufzucht der Pflanzen verbrauchten so viel Strom, dass in einem Gewerbegebiet kurzfristig bei seriös produzierenden Nachbarbetrieben der Strom ausgefallen war.
Nach Polizeiangaben gab es „Hinweise darauf, dass ein Geschäftsmann aus Würzburg im Rauschgiftgeschäft mitmischt“. Nach monatelanger Nachforschung mit Telefonüberwachung der Verdächtigen erfolgte am Dienstag der Zugriff. Die Ermittler entdeckten „in zwei Fabrikgebäuden und einer Wohnung äußert professionelle Aufzuchtanlagen“. Elf vietnamesische Staatsangehörige und ein Deutscher wurden festgenommen, heißt es.
Diesen Artikel
»Alle 16 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
|
ak24.de (385 Kommentare) am 25.09.2009 14:02
erst alkohol, dann cannabisich bin mir fast zu 100 % sicher, dass alle ihren ersten rausch vom Alkohol hatten und keinen drogenrauch. ich meine auch, dass es vielfach so war und ist, dass erst enthemmt von alkohol mal ein jount geraucht wird. wer darüber zu harten drogen kommt, hätte diesen weg wohl auch so eingeschlagen.aber mal ganz was anderes. gefunden wurde ja kein haschisch, sondern hanfpflenazen. das ist ja noch nicht gleichbedeutend mit rauschgift. ich jedenfalls lebe gut isoliert in meinen eigenen vier wänden, umgeben von gut 80 m³ hanf. |
(0)
|
|
Anis (2 Kommentare) am 25.09.2009 13:09
@Bavarian1964Ja.Darauf können wir uns einigen, wobei die Folgen andere sind, mir ist kein Fall bekannt, der über diesen Konsum an härte Drogen herangeführt wurde, was dann mit Tod oder Straßenstrich endete. Im Prinzip ist jeder für sich verantwortlich, für unsere Kinder sind wir Eltern mit verantwortlich, das sollten wir nicht vergessen. |
(0)
|
|
toto (623 Kommentare) am 25.09.2009 12:23
Jeder derMenschen kennt die über Jahre konsumieren wird bestätigen können, das Marihuana, keine "leichte Droge" ist.Das Problem an Cannabis usw. ist, dass man die Hemmung zum "probieren von härteren Sachen" leichter verliert als wenn man jeden Tag 3 Bier trinkt. Besser oder schlechter ist beides nicht... |
(0)
|
|
Bavarian1964 (22 Kommentare) am 25.09.2009 12:18
Einstiegsdroge ???@Anis,können wir uns dann wenigstens darauf einigen, dass auch Kaffee, Tee, Zucker, Schokolade, Kakao und auch Radio, Fernsehen und Computerspiele Einstiegsdrogen sein können. Auch das ständige Lesen der Main Post kann zur Abhängigkeit führen. Herr, schmeiss Hirn vom Himmel. Ich selbst konsumiere dieses Kraut nicht, sowie auch keinen Tabak und schon gar keinen gesundheitsvernichtenden Alkohol. Trotzdem bin ich für eine geregelte Freigabe von Marihuana. Die schlimmste und einzige Nebenwirkung beim Konsum von Cannabis, ist leider immer noch die Strafverfolgung und dadurch Stigmatisierung unserer Kinder. Damit muss Schluß sein. |
(0)
|
|
Anis (2 Kommentare) am 25.09.2009 11:39
Einstiegsdroge ?Ist Cannabis / Marihuana Einstiegsdroge?Die Substanzen selber sind wohl ungiftig, bauen sich im Körper auch wieder ab. Als Arzneimittel / Schmerzmittel sollten sie zugelassen werden. Alkohol und Tabak sind sicherlich gesundheitsschädlicher als Cannabis und Marihuana! Aber: Es ist durchaus üblich, dass Jugendliche sich durch den Konsum dieser Rauschmittel das Hirn vernebeln. Dadurch sind sie nicht mehr in der Lage am „normalen“ Leben teil zu nehmen und sich in die Gesellschaft ein zu gliedern. (was so oder so nicht leicht für Jugendliche ist). Durch das Abgleiten von den Realitäten in die Scheinwelt des Rausches ist der Weg nicht mehr weit zu härten Drogen, nicht alle schaffen den Absprung zurück in die Realität. Deswegen ist der Konsum von Cannabis und Marihuana auf jeden Fall als EINSTIEGSDROGE zu bewerten. |
(0)
|
Recht auf Auskunft
111 Dinge
Mit unserer großen Serie lernen Sie die Region neu kennen. »mehr
Auf Schusters Rappen
Gelesen
Kommentiert
|
|
BAD KISSINGEN Neun Jahre Haft wegen Totschlags |
|
|
MÜNCHEN/WÜRZBURG Lotto: Familienvater aus Unterfranken gewinnt 650 000 Euro |
Aktuelle Leserkommentare
Zeichen setzen
engagierte Bürger Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr

Wetter














