aktualisiert: 03.09.2010 13:52 Uhr
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KOLITZHEIM
Riesenresonanz auf Feldtag
Feldtag der Firma Fendt und der Saaten-Union
Im kleinen Wadenbrunn bei Kolitzheim schlägt alle zwei Jahre das Herz modernster Agrartechnologie. Diesmal kamen mehr als 50 000 Besucher aus ganz Europa.
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Massenandrang auf dem kleinen Hofgut Wadenbrunn: Mehr als 50 000 Besucher waren für den Feldtag bei Kolitzheim (Lkr. Schweinfurt) angereist.Fotos: Theresa Müller -
Der Nachwuchs: Auch die Jugend war dabei.
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Mächtige Neuheit: Landmaschinenpräsentation in Wadenbrunn.
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Fachgespräche: Landwirte unter sich.
Der Bauer von heute sucht nicht nur zuweilen eine Frau im Fernsehen oder im Internet, sondern er schaut sich ganz gezielt auf dem Markt um, wie er die Betriebsabläufe von der Saat bis zur Ernte auf seinem Hof optimieren kann, um den größtmöglichen Ertrag herauszuholen. Längst führt der Weg zur maximalen Effizienz in der Landwirtschaft alle zwei Jahre über das kleine Hofgut Wadenbrunn im Landkreis Schweinfurt.
Durch die Kombination von landtechnischen Neuheiten und neu entwickelten Sorten bei den Saaten hat sich der gemeinsame Feldtag des Landtechnikherstellers Fendt und der Züchtergruppe Saaten-Union zur größten Agrarmesse unter freiem Himmel in ganz Europa entwickelt. In diesem Jahr ging der Feldtag zum siebten Mal auf dem 80 Hektar großen Gut des Wiesentheider Paul Graf von Schönborn über die Bühne – bei guter Stimmung und gigantischem Zulauf.
Wo 24 Stunden zuvor die Äcker und Felder noch unter Wasser gestanden waren, fielen am Donnerstag die Besucher bei mittlerweile herrlichem Sonnenschein zu Zehntausenden mit dem Bus oder Auto aus ganz Deutschland und Europa ein. Stau rund um Kolitzheim und Gerolzhofen hatten deshalb schon am Donnerstagmorgen die Verkehrsdurchsagen im Radio verkündet. Vor Ort, in der „Arena“ mit ihren 2000 Tribünen-Sitzplätzen wie auch im Festzelt, wimmelte es vor Menschen wie sonst in den Straßen von New York oder der U-Bahn von Tokio. An allen Ecken und Enden wurden Fachgespräche geführt.
„Deutlich mehr Besucher als vor zwei Jahren“, so lautete denn auch die erste vorsichtige Prognose des Veranstalters gegen Donnerstagmittag. Dazu muss man wissen, dass 2008 bereits an die 50 000 Menschen gezählt worden waren. „Was das Verkehrsaufkommen anbelangt, stoßen wir an die Grenze“, bestätigte der Gerolzhöfer Polizeichef Winfried Werner.
Selbst der Chef des AGCO-Konzerns, zu dem der traditionsreiche Marktoberdorfer Landtechnikhersteller Fendt gehört, war aus den USA herbeigeeilt. Martin Richenhagen freute sich vor allem über die vielen Kinder in Begleitung ihrer Eltern, die er im Gewühl ausmachte. Früh versuche man, das Fendt-Gen beim Nachwuchs zu implantieren, um weiter auf den Höfen vertreten zu sein, scherzte er. Kolitzheims 3. Bürgermeister Alfred Bumm outete sich Richenhagen gegenüber allerdings als überzeugter Deutz-Fan. Ob die Überzeugungsarbeit des Konzernbosses aus Georgia gefruchtet hat, ist nicht bekannt.
Fendt-Feldtag in Kolitzheim
Hinter der Messe steckt ein gigantischer organisatorischer und logistischer Aufwand. Ein Jahr zuvor beginnen bereits die Vorbereitungen, so Fendt-Pressesprecher Sepp Nuscheler. Die letzten vier Monate vor dem großen Ereignis laufen diese dann vollends auf Hochtouren. Diesmal sei die Planung angesichts des vielen Regens jedoch so schwierig gewesen wie nie zuvor. „Wir stoßen an die Grenze.“
Gerolzhofens Polizeichef Winfried Werner zum Verkehrsaufkommen
200 Mitarbeiter aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing waren in Wadenbrunn als Ansprechpartner vor Ort. Besonders die Vorführungen in der „Arena“ versetzten das Fachpublikum ins Staunen. Weltpremiere feierte hier der Fendt-Feldhäcksler Katana 65 – schnittig und messerscharf wie das gleichnamige Samurai-Schwert.
Wohin die Hightech-Reise in der Landwirtschaft geht, zeigten ferner die ganz neue Fendt 900 Vario-Großtraktorenbaureihe mit dem 939 als Flaggschiff, der Hybrid-Mähdrescher 9470 X mit seinem geringen Kraftstoffverbrauch, der größte Rotor-Mähdrescher der Welt aus der C(omfort)-Baureihe oder die Quaderballenpresse 1290 als „Mutter aller Pressen“, um nur die markantesten Beispiele zu nennen. Neben der Vorstellung der Fendt-Traktoren und Fendt-Erntetechnik lag der Schwerpunkt der Demonstrationen diesmal beim Maishäckseln. Schließlich sorgt der Boom der Biogasanlagen dafür, dass mehr Energiepflanzen wie Mais geerntet und gehäckselt werden müssen.
Der große Unterschied zu anderen Agrarmessen: In Wadenbrunn können die Maschinen und Geräte live im Einsatz beobachtet werden. Für die parallel laufenden Vorführungen sind zehn sogenannte Inseln rings um die Arena angeordnet, um so auch den Besucherstrom zu kanalisieren.
100 Fendt-Traktoren und Fendt-Erntetechnik von 100 bis 650 Pferdestärken sowie über 130 Geräte und Maschinen waren heuer zu bewundern. In Infozelten bestand unterdessen die Möglichkeit, mit den Ingenieuren des Allgäuer Unternehmens und anderer Gerätehersteller zu diskutieren.
Auf einer über 20 000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche präsentierten zudem nebenan über 80 Landtechnikfirmen modernste Land- und Gerätetechnik voller intelligenter Innovation. Derweil liefen gleich neben dem Festzelt die Schauversuche der Saaten-Union unter ihrem Geschäftsführer Marcus Iken mit dem Schwerpunkt Mais.
Die Bewirtung erfolgte im und vor dem großen Festzelt – allein dies eine gewaltige logistische Leistung angesichts der Menschenmassen. Für die kleinen Besucher war in Form eines Tretschlepper-Fahrens und Kettcar-Parcours gesorgt.
Mit dem Unterfränkischen Bauerntag, dem Jungbauernduell zwischen einem Team der Agrarzeitschrift dlz next und einem Team des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts sowie mit der Landjugendparty der Bayerischen Jungbauernschaft ging schließlich ein langer Tag in Wadenbrunn zu Ende.
Bereits am Vortag hatte die Firma Fendt zusammen mit der Saaten-Union rund 900 Vertriebspartner aus dem Landmaschinenhandel aus ganz Europa, den USA und weiteren Staaten sowie nochmals 900 Lohnunternehmer zu einer gewaltigen Präsentationsshow auf dem Hofgut begrüßt. Die günstige geografische Lage mitten in Deutschland und ein geeigneter Partner in Person des Adeligen aus Wiesentheid hätten die Firma Fendt und die Saaten-Union einst nach Wadenbrunn geführt, so Pressesprecher Sepp Nuscheler. Deshalb wird auch in zwei Jahren der Weg zur maximalen Effizienz in der Landwirtschaft wieder über Wadenbrunn führen.
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Die neuesten Kommentare
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reutjo (1528 Kommentare) am 02.09.2010 21:39
leider leider..... es ist wie so oft....bei vielen Bildern der Fotoserie genügt derEinheitstext darunter. Aber bei interessanten neuen Maschinen zB, sollte schon 'was erklärendes' drunterstehen. das trifft nicht nur auf diese Fotoserie zu, sondern auch auf viele andere ....; die somit letztlich nicht informieren. |
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erich29 (7 Kommentare) am 03.09.2010 09:44
VerkehrDer Veranstalter sollte vielleicht beim nächsten Mal VOR der Veranstaltung informieren, dass nicht alle die A3 in Hörblach verlassen. Oder es sollte ein autobahnnaher Hof gewählt werden. Zähfließender bis gar nicht fließender Verkehr von Kolitzheim bis nach Hörblach. Die Hölle, wenn man mittendrin steht und nicht weiß, was hier überhaupt los ist und dringende Termine einzuhalten hat. |
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lutz011076 (28 Kommentare) am 03.09.2010 15:37
reutjowenn Sie doch so Interesiert sind,dann fahren Sie doch das nächste mal hin.Soll der Autor zu jedem Foto einen Aufsatz schreiben .Mit Stichworten sind die Maschienen nicht erklärt.Die Fotos Informieren auf jedenfalls Leute die sich mit auskennen.Sie kennen sich nicht aus?Sie wollen halt auch wieder ,wieder mal was sagen (schreíben)dürfen,weil Sie sonst nicht zu sagen haben.Wie bei jeden Kommentar den Sie schreiben ! |
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