aktualisiert: 08.01.2010 19:02 Uhr
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WÜRZBURG
Unzufriedenheit als Leitmotiv: Nicht alle Franken wollen Bayern sein
Bewusstsein für regionales Brauchtum und Geschichte
Nicht alle Franken haben sich damit abgefunden, Bayern zu sein. Neben dem Fränkischen Bund, über den diese Zeitung am Freitag berichtet hat, tritt auch die neugegründete „Partei für Franken“ für eine Stärkung fränkischer Belange ein.
Als Franke fühle er sich von den etablierten bayerischen Parteien einfach nicht mehr angemessen vertreten, sagt Robert Gattenlöhner aus dem mittelfränkischen Ort Roth. Der 53-jährige Ex-Sozialdemokrat ist Vorsitzender der Ende Oktober gegründeten „Partei für Franken“. Seine Partei, sagt Gattenlöhner, wolle bei den 2013 anstehenden Landtags- und Bezirkstagswahlen mitmischen.
Grund der Gründung: Unzufriedenheit. „Wir wollen nicht länger zulassen, dass Steuergelder, die ja auch aus Franken kommen, immerzu in Oberbayern versenkt werden“, sagt er. Die Wirtschaftspolitik im Freistaat müsse sich ändern, mehr Geld müsse von München nach Franken fließen. Worin sich die Partei vom Fränkischen Bund unterscheidet, einem Verein, der ebenfalls die wirtschaftliche Benachteiligung der Franken anprangert? „Naja, die meisten unserer Parteimitglieder kommen ursprünglich aus dem Fränkischen Bund“, so Gattenlöhner. „Aber eine Partei kann einfach mehr bewirken.“
Neben dem „Fränkischen Bund“ mit seinen rund 500 Mitgliedern und der „Partei für Franken“ mit derzeit rund 200 Mitgliedern hält auch der „Frankenbund“ den Fränkischen Rechen hoch. Der Frankenbund zählt 7400 Mitglieder, definiert sich als eine Vereinigung für jene, die sich für fränkische Geschichte, Kultur, Mundart, Musik und Brauchtum interessieren und bietet jährlich zahlreiche Vorträge, Wanderungen und Kulturreisen an. Anders als der „Fränkische Bund“ und die „Partei für Franken“ will der Frankenbund an bestehenden politischen Verhältnissen nicht rütteln.
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