aktualisiert: 02.02.2012 19:03 Uhr
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HEIGENBRÜCKEN
Waldcamp im Spessart
Greenpeace fordert Schutz alter Wälder
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Donnerstag im Spessart ein Waldcamp aufgeschlagen, um die konsequentere Unterschutzstellung alter Laubwälder einzufordern. Rund 15 Aktivisten campieren bei eisigen Temperaturen in Zelten am Rand von Heigenbrücken (Lkr. Aschaffenburg), um von dort tagsüber in die Spessartwälder auszuströmen. Dort erheben sie Daten, um die Ausdehnung der ökologisch besonders wertvollen alten Buchen- und Eichenwäldern zu dokumentieren.
Genau diese Daten habe der Freistaat Bayern als einziges Bundesland bislang noch nicht vorgelegt, kritisiert Greenpeace. Die Staatsregierung halte so Informationen zurück, die zur Umsetzung der 2007 von der Bundesregierung beschlossenen „Nationalen Strategie für biologische Vielfalt“ unerlässlich seien. Dabei gehe es darum, zehn Prozent der öffentlichen Wälder aus der Bewirtschaftung zu nehmen.
Das Unternehmen Bayerische Staatsforsten wies die Kritik umgehend zurück. Schon heute stehe knapp ein Drittel des Staatswaldes in irgendeiner Form unter Schutz. Seit vielen Jahren belege die Waldinventur, dass der Anteil alter Bäume und Waldbestände im Staatswald deutlich gestiegen sei. Die im Staatswald praktizierte naturnahe Forstwirtschaft fördere die Biodiversität.
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