publiziert: 28.06.2009 18:07 Uhr
aktualisiert: 28.06.2009 18:12 Uhr
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Wirtschaftskrise drückt Übernachtungszahlen

Tourismusverband Franken registriert Rückgang in den ersten Monaten dieses Jahres

Die internationale Wirtschaftskrise hat jetzt auch den Tourismus in Franken erreicht: Nach Zuwächsen im Vorjahr sank die Zahl der Übernachtungen in den ersten vier Monaten 2009 um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Das bedeutet einen Rückschlag“, meinte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Franken, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, bei der Jahresversammlung der Organisation in Bayreuth. Besonders der Rückgang im finanziell lukrativen Geschäftsreiseverkehr bereitet Probleme.

Insgesamt setzte sich allerdings der positive Trend seit 2004 fort: So stieg die Zahl der Übernachtungen in Franken im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 19,3 Millionen, die Zahl der Gästeankünfte kletterte um ein Prozent auf 7,9 Millionen. Erfasst wurden in der Statistik nur Betriebe mit mindestens neun Betten einschließlich der Camping-Urlauber.

Die Zahlen sind für Herrmann eine „Bestätigung“, allerdings dürfe man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. „Geradezu überwältigt wurden wir vom Erfolg des Main-Radweges“, der als einziger Fernradweg vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Franken sei – vor Mecklenburg-Vorpommern – das zweitbeliebteste Radreiseziel der Deutschen. Mit 550 als fahrradfreundlich zertifizierten Betrieben habe die Region deutschlandweit eine Spitzenstellung inne, betonte Herrmann.

Ähnlich erfolgreich sei man beim Wandern. Mit zwei neuen Fernwanderwegen habe sich die Zahl der zertifizierten Qualitätswege nochmals erhöht. Allerdings fehle hier noch das Engagement, bislang seien nur 70 Gaststätten und Pensionen als wanderfreundlich zertifiziert worden.

Der Tourismus in Franken setzt laut Herrmann jährlich sieben Milliarden Euro um und beschäftigt mehr als 170 000 Menschen. „Wir wollen zeigen, dass der bayerische Tourismus mehr ist als München, Oktoberfest oder Lederhosen“, sagte der Minister, der aus Erlangen stammt. Gäste locken sollen weiterhin die kulinarischen Köstlichkeiten. Hier wird auf drei Säulen gesetzt: „Franken – Wein.Schöner.Land“, „Franken. Heimat der Biere“ sowie die regionalen Spezialitäten der Küche.

Von Peter Engelbrecht
    
    

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