publiziert: 25.11.2011 18:47 Uhr
aktualisiert: 25.11.2011 19:16 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WÜRZBURG
Würzburg ist stark belastet

Anders als München und Augsburg hält die Stadt eine Umweltzone für unverhältnismäßig

Die Feinstaubbelastung in Würzburg ist in diesem Jahr alarmierend hoch. An der Messstation am Würzburger Südring wurde der von der EU festgelegte Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter in diesem Jahr bereits an 35 Tagen überschritten. Damit ist Würzburg die mit Feinstaub am drittstärksten belastete Stadt in Bayern. Nur in der Landshuter Allee in München und am Augsburger Königsplatz wurden an noch mehr Tagen Überschreitungen gemessen.

Feinstaubpartikel können in hoher Konzentration Herz-Kreislauf-und Atemwegserkrankungen verursachen. Hohe Verkehrsbelastung führt zu hohen Feinstaubwerten; andere Feinstaub-Verursacher sind unter anderem Verbrennungsanlagen.

Zum Schutz der Bevölkerung darf deshalb laut einer EU-Verordnung die zulässige Feinstaub-Belastung an nur maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Steigt die Feinstaub-Belastung auch an einem 36. Tag über die zulässige Grenze, könnte die EU ein Verfahren wegen Vertragsverletzung einleiten, sagt ein Sprecher des Umweltbundesamtes Berlin. Kenntnis von solchen Verfahren hat die Behörde aber nicht. Üblicherweise richten laut Umweltbundesamt deutsche Städte, deren Bewohner hoher Feinstaub-Konzentration ausgesetzt sind, eine „Umweltzone“ ein. In diese dürfen nur noch schadstoffarme Fahrzeuge einfahren – Lkws im Durchgangsverkehr müssen Umweltzonen umfahren. 40 deutsche Städte haben solche Umweltzonen eingerichtet. Darunter sind München und Augsburg. Warum schließt sich Würzburg diesen Städten nicht an?

„Wir haben die Einrichtung einer Umweltzone geprüft“, sagt Würzburgs Umweltreferent Wolfgang Kleiner. Würde Würzburg eine Umweltzone ausweisen und den mit Feinstaub am höchsten belasteten Stadtring Süd in die Zone aufnehmen, würde der Verkehr sich Alternativrouten in bisher unbelasteten Stadtteilen wie dem Frauenland suchen, sagt Kleiner. Er verweist auf Expertendiskussionen, die der Fortschreibung des Würzburger Luftreinhalteplans im Dezember 2010 vorausgingen. Darin wird die Einrichtung einer Umweltzone als „nicht verhältnismäßig“ erachtet – mit der Begründung, dass der Verdrängungsverkehr unbelasteten Gebieten nicht zugemutet werden sollte und die Umsetzung außerdem zu aufwändig sei. Die einzige Lösung, den Verkehr auf dem Ring zu reduzieren, sieht Kleiner im baldigen Bau der Autobahn-Westumgehung, der B 26n.

„Die aktuellen Überschreitungen sind Anlass genug, um die Einführung einer Umweltzone erneut zu prüfen“, sagt dagegen der Grünen-Stadtrat Patrick Friedl. Er spricht sich auch für die Einrichtung einer städtischen Arbeitsgruppe zu Feinstaub aus. Feinstaub-Messungen wurden auch in Schweinfurt und Aschaffenburg durchgeführt. Mit Feinstaub-Grenzüberschreitungen von 16 beziehungsweise 13 Tagen blieben diese unterfränkischen Städte jedoch deutlich unter der erlaubten Grenze.

Von unserem Redaktionsmitglied Gisela Rauch
    
    

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»Alle 14 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

wiederholungstaeter (151 Kommentare) am 27.11.2011 10:13

Typisch deutsche Diskussion

Kaum haben wir eine Wetterlage - eine ungewöhnliche - wo kein Luftaustausch stattfindet, rufen einige wieder nach noch mehr Reglemenitierung, nach irgendwelchen sinnlosen Plaketten, Partikelfiltern, die es für alte Fzg. nicht gibt u.s.w.. Wir sollen neue kleine Autos oder Elelktrofahrzeuge kaufen, während die Autoindustrie ihre neuen Werke für die großen Autos in China, Indien und sonst wo baut. Merkt ihr eigentlich wie wir alle verarscht werden ?. Feinstaub ??? macht vor Stadtgrenzen nicht Hlat und kommt auch von Bremsen- und Riefenabrieb, Abrieb an Fahrbahnen und vielem mehr,.
PS: Nicht jeder, der nach Würzburg pendelt, kann dies von seinem Heimatort aus mit ÖPNV o.ä.
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sauerkraut (72 Kommentare) am 26.11.2011 21:17

Alles auf die LKWs

die meisten Lkws haben eine vielvach bessere Luft als PKW dank adblue
wist ihr eigentlich wo in würzburg die industrie ansessig sind!
würzburg braucht eigentlich keine autos. jeder kann mit der bahn oder strabba fahren,

wer über die LKW reden will muss im Fernverkehr mitfahren! sonst nenne ich das ihr plender und irreführer seit
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Firefox (373 Kommentare) am 26.11.2011 19:05

Feinstaub

Unglaublich was eine Studie des Bundesgesundheitsamtes in Berlin ergab: Die Luft in den meisten Wohnungen ist oft bis zu fünfzigmal höher mit Schadstoffen belastet als eine vielbefahrene Straßenkreuzung in der Großstadt. Luftschadstoffe, Milbenallergene, Tierhaare und gefährlicher Hausstaub finden sich oft konzentriert in unserer direkten Umgebung wieder. A L S O ihr lieben Würzburger Hausfrauen und Hausmänner - ab heute wird nicht mehr gesaugt sondern nur noch GEBLASEN grinsen grinsen grinsen Richtung KT...
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wahrheit (93 Kommentare) am 26.11.2011 18:26

Feinstaub-wer hat´erfunden ?

Macht doch nicht so ein Gschiss hier. Wir "deutschen Deppen" sind immer die ersten, die umweltmäßig die saubersten sind und wir sind auch immer die ersten, die Sachen einführen, die andere Länder überhaupt nicht interssieren, so isses doch. Wer solls immer bezahlen, der kleine Mann, der jeden Monat weniger in der Tasche hat und aufs Auto angewiesen ist. Verteufelt mal alle nicht das Auto, denn die sind sauber so wie sie jetzt sind, bis auf die Dieselkutschen, das wird immer eine Dreckschleuder bleiben.Früher gabs zwar weniger Autos, dafür aber ohne Abgasreinigungssysteme, aber die Menschen haben auch überlebt, da hat man auch noch nix vom Feinstaub gehört, den irgendso einem obergrünen Futzi am*******juckt. Unsere unfähigen und verlogenen Politiker gehören mal aussortiert und wir Autofahrer sollten uns endlich mal wehren, wir sind doch nicht die Melkkühe, das Maß ist voll-
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steve67 (750 Kommentare) am 26.11.2011 18:19

Kommt denn

der Feinstaub wirklich nur vom Verkehr? Oder gibt es nicht andere Quellen? Ich denke da vor allem an Heizkraftwerke....
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