aktualisiert: 16.12.2011 19:27 Uhr
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WÜRZBURG
Zorn spricht von einer Mogelpackung
IHK sieht Notwendigkeit der B 26n bestätigt
Unterschiedlich wurde das jetzt von der Regierung von Unterfranken abgeschlossene Raumordnungsverfahren zur B 26n bewertet. Die mainfränkische Wirtschaftskammer (IHK) begrüßt „das prinzipiell positive Ergebnis“ und zeigte sich zuversichtlich, dass die B 26n trotz der Unwägbarkeiten bei der Fortschreibung des Verkehrswegeplans und der Projektfinanzierung gebaut werden wird. Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Rudolf Trunk befürwortet, dass die von der Raumordnungsbehörde geforderten Veränderungen das Projekt nicht grundsätzlich in Frage stellen, sondern im Gegenteil seine Notwendigkeit bestätigen. „Unabhängig davon, welche Ausbauvariante gewählt wird, ihre Verkehrswirksamkeit erhält die B 26n nur dann, wenn zeitgleich die Verwirklichung des Zubringers Lohr erfolgt.“
„B 26n in der vorliegenden Form nicht raumverträglich“ – die Kreisgruppen Würzburg und Main-Spessart des Bund Naturschutz sehen sich durch das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens in ihrer Haltung bestätigt. Nun sei auch bestätigt, dass Würzburg nicht spürbar vom Verkehr entlastet werde. Dieses Ergebnis stelle auch eine Niederlage für die Befürworter der B 26n dar, meint der Bund Naturschutz und fordert die sofortige Einstellung aller weiteren Planungen für eine B 26n. Auch eine auf zwei bis drei Fahrstreifen abgespeckte Trasse der B 26n werde „die erheblichen negativen Auswirkungen auf Natur und Umwelt nicht maßgeblich reduzieren, kritisiert der Bund Naturschutz.
Es gibt keinen Anlass, dieses Ergebnis zu feiern, erklärt auf Anfrage Matthias Zorn (Hettstadt), Vorsitzender des Vereins „Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B 26n)“. Er ist nicht begeistert, dass Raumordnung festgestellt wurde. „Die Auflagen sprechen eher für Raumunordnung“, so Zorn. „Richtig wäre gewesen, das Planungsbüro von vorne beginnen zulassen.“ Man werde jetzt jede der 217 Seiten des Bescheids sorgfältig prüfen, eine umgängliche Stellungnahme abgeben und wolle den Planern die Hand reichen. „Der zwei- bzw. dreispurige Komplett-Ausbau ist kein Kompromiss, sondern eine Mogelpackung.“ Benötigt werde nicht die Verbindung zweier Autobahnen, sondern eine zweispurige Bundesstraße von Arnstein über Karlstadt nach Lohr.
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