Rock im Park

aktualisiert: 01.06.2011 11:31 Uhr
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NÜRNBERG/WÜRZBURG
Der Blutspucker und der Witzeerzähler
Würzburger Agentur Argo zieht eine positive Bilanz des Rock-im-Park-Festivals in Nürnberg
Mit den Auftritten von Slayer und Motörhead auf der etwas kleineren Alternastage sowie von 30 Seconds To Mars und Muse auf der großen Hauptbühne ging das Nürnberger Rock-im-Park-Festival in der Nacht zum Montag zu Ende.
Rund 150 000 Musikfans feierten vier Tage lang bei den Zwillingsfestivals Rock im Park (Nürnberg, 65 000) und Rock am Ring (Nürburgring, 85 000) eine gigantische Party.
Während die Veranstaltung am Nürburgring ausverkauft war, gelang das in Nürnberg nicht ganz. 5000 Besucher fehlten zum vollen Gelände. Klaus Fischer von dem für das Nürnberger Festival verantwortlichen Würzburger Konzertveranstalter Argo zeigte sich mehr als zufrieden: „Es war wohl das erfolgreichste Rock im Park, das unsere Agentur je ausgerichtet hat.“ Das lag nicht zuletzt auch daran, dass das Wetter mitspielte. Hochsommerliche Temperaturen ließen Sonnenbrillen zum Verkaufsschlager werden. Am Sonntagnachmittag allerdings zogen doch noch vereinzelt Wolken auf. Über 85 Bands spielten, die Bandbreite war groß. Einer der größten Publikumsmagnet des Festivals war Rammstein.
Ein brennender Mann auf der Bühne
Mit seiner pyrotechnischen Show – es wurde sogar ein brennender Mann über die Bühne gejagt – zog der deutsche Exportschlager die Massen an. Richtig voll wurde es vor der Hauptbühne auch am Samstag bei Kiss. Während Bassist Gene Simmons Zunge zeigte und Kunstblut spuckte, gaben die Sportfreunde Stiller auf der Alternastage nicht nur ihren WM-Song unplugged. Unplugged-Rufe schallten dann auch Jan Delay am späteren Abend entgegen, als dessen Soundsystem kurzzeitig streikte. Der Hamburger Sänger entschied sich dann aber doch lieber fürs Witzeerzählen.
Ein tragisches Ereignis überschattete das Wochenende allerdings doch: Am Freitagmorgen gegen 5.30 Uhr wurde etwa einen Kilometer vom Rock-im-Park-Gelände entfernt ein Festival-Besucher von einer S-Bahn erfasst und getötet. Der 26-jährige Schweizer war wohl auf den Bahngleisen unterwegs. Es scheint ein Unglücksfall gewesen zu sein: Zunächst gab es nach Polizeiangaben keine Hinweise darauf, dass er sich umbringen wollte.
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