aktualisiert: 15.07.2012 12:04 Uhr
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HOFHEIM
60 Jahre und kein bisschen amtsmüde
Bürgermeister Borst feiert am Montag Geburtstag
Ob Bürgermeister Wolfgang Borst am Montag, 16. Juli, bei der zu erwartenden Gratulantenschar dazu kommt, Dienstgeschäfte zu erledigen, darf bezweifelt werden. Freinehmen möchte er an seinem 60. Geburtstag dennoch nicht. „Ich bin am Montag im Amt erreichbar“, kündigt er an. Ein Indiz dafür, dass ihm der Job als Stadtoberhaupt, wie er behauptet, tatsächlich keinen negativen Stress bereitet, obwohl er andauernd auf Achse ist. Wenn der Beruf zur Belastung würde, dann wäre es Zeit, über den Ruhestand nachzudenken, sagt Borst. Doch davon verspüre er nichts. Abwechslungsreich sei der Job als Bürgermeister, er käme viel mit Menschen in Kontakt und säße an den Hebeln, mit denen er etwas bewegen könne – in Hofheim und in der Hofheimer Allianz.
Wolfgang Borst ist ein echtes Kind dieser Stadt, ging hier zur Schule, absolvierte in Würzburg eine Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker, schloss zwei Meisterprüfungen an und trat im Jahr 1974 in den elterlichen Elektrobetrieb ein. 1980 übernahm er diesen. Kommunalpolitik war nicht von Beginn an sein Steckenpferd, zu ihr kam durch den erfolgreichen Kampf um den Erhalt des Hofheimer Krankenhauses. Erst im Jahr 2002 wurde er in den Stadtrat gewählt – und gleich zweiter Bürgermeister. Zwei Jahre später gewann er die Wahl zum Bürgermeister. Daneben ist Borst stellvertretender CSU- und BRK-Kreisvorsitzender, Kreisrat, sitzt der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge und der Forstvereinigung Unterfranken vor, dem Schulverband und -verbund und der Verwaltungsgemeinschaft.
Das für ihn schönste Geburtstagsgeschenk ist ein Wunsch, und der kann ihm keiner der über 220 geladenen Gäste erfüllen, mit denen er am Montagabend feiert: Dass die Menschen im Raum Hofheim ihre Orte attraktiv erhalten, sich einbringen und gerne dort leben. Erholung vom Geburtstagstrubel ist in Sicht: In der ersten Augustwoche begleitet er die Hofheimer Ministranten nach Kroatien, als Skipper auf deren Segeltörn. „Am Strand sitzen, das kann ich nicht“, sagt er. Aktivurlaub – dabei könne er ausspannen.
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