publiziert: 18.08.2013 18:08 Uhr
aktualisiert: 19.08.2013 10:52 Uhr
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Abschluss zum Forstwirt bestanden

Pflanzen, pflegen, ernten: Der Beruf des Forstwirts bietet viel Abwechslung
  • Foto: Gudrun Klopf
    Ausbildung zum Forstwirt erfolgreich gemeistert: Über die guten Prüfungsergebnisse freuen sich Forstdirektor Hans Stark (links), Nils Hofmaier (Zweiter von links) und Thomas Zuber (Sechster von links) sowie das gesamte Mitarbeiterteam vom Forstamt Sailershausen. In den Ruhestand verabschiedet wurde Ingeborg Dittrich (vierte von links), stets begleitet von ihrem Ehemann Michael Dittrich (rechts).
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„Unsere beiden Auszubildenden haben ausgelernt. Ab sofort dürfen wir sie nicht mehr Stift nennen.“ Mit humorvollen Worten hat Forstdirektor Hans Stark den frischgebackenen Forstwirten Nils Hofmaier und Thomas Zuber zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung gratuliert. Drei Jahre gingen die beiden beim Universitäts-Forstamt Sailershausen in die Lehre. Der Berufsschulunterricht fand blockweise in Neunburg vorm Wald statt.

„Sie zeigten von Anfang an viel Interesse am Beruf und waren mit Fleisch und Blut dabei“, lobte Stark. Beide hätten Topprüfungen abgeliefert: Hofmaier mit einem Durchschnitt von 1,77 und Zuber mit 1,59. Damit habe Zuber knapp den Kuss der Waldkönigin verfehlt - die küsste bei der Zeugnisverleihung nur die drei Besten. Er sei stolz auf die beiden Auszubildenden, aber auch auf alle beteiligten Mitarbeiter, die diese Ergebnisse ermöglichten. „Die Arbeit in unserem strukturreichen Laubwald wird nie von Maschinen übernommen werden können“, ist Stark überzeugt. „Wir brauchen auch in Zukunft qualifizierte Waldarbeiter.“

Auch Ausbildungsleiter Bernd Hölzner würdigte den Einsatz und die guten Leistungen der beiden jungen Männer und überreichte zum Dank jedem einen Fäll-Keil.

Neben dem guten Abschluss und dem Lob dürfte jedoch die größte Anerkennung sein, dass beide vom Universitäts-Forstamt als Forstwirte übernommen werden.

„Während der Schulzeit machte ich hier ein Praktikum. Das gefiel mir so gut, dass ich unbedingt diesen Beruf lernen wollte“, schildert Thomas Zuber. Die körperliche Arbeit schreckt den 19-jährigen Nassacher nicht. Die Tätigkeiten seien abwechslungsreich und man trage viel Eigenverantwortung. Das bestätigt auch der Forstdirektor: „Wir brauchen Leute, die mitdenken und spontan vor Ort entscheiden.“

Für den 20-jährigen Nils Hofmaier war der Forstwirt schon immer ein Traumjob. Bereits von Kindesbeinen an ging er mit seinem Opa zum Holzmachen in den Wald. „Das Schöne an diesem Beruf ist die interessante Mischung: Vom Pflanzen über die Pflege bis hin zum Fällen gibt es zu jeder Jahreszeit etwas anderes im Wald zu tun“, begeistert sich Hofmaier. Man sei im Freien, könne aber trotzdem mit Maschinen wie der Motorsäge oder der Seilwinde arbeiten. Der Lendershäuser macht selbst in seiner Freizeit noch Holz für andere.

Forstwirt sei kein einfacher Beruf, betonte Stark. Es sei vielmehr eine anstrengende, mit Gefahren verbundene Tätigkeit. Man dürfe auch in der Routine nicht abstumpfen, sondern müsse stets vorausschauend handeln, gab er den jungen Forstwirten mit auf den Weg. Er hoffe, dass sie in 45 Jahren, am Ende ihres Berufslebens, die selbst gepflanzten Setzlinge als große Bäume umschneiden können.

Neben dem Neueinstieg ins Berufsleben gab es aber auch eine Verabschiedung im Forstamt. Stark dankte Ingeborg Dittrich dafür, dass sie „15 Jahre lang den Schmutz, den die Mitarbeiter hier verteilt haben, wegputzte“. Jede Woche sei die 70-jährige von Sand nach Sailershausen gefahren. Seit einigen Jahren stets begleitet von ihrem Ehemann Michael, der sie seit seinem Ruhestand chauffierte. Den Eheleuten wurde mit einem Präsent gedankt.

Gudrun Klopf
    
    

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