publiziert: 04.06.2010 14:33 Uhr
aktualisiert: 04.06.2010 21:30 Uhr
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Architekt aus Nassach plant Stadt der Zukunft

Traumjob: Jürgen Häpp arbeitet für Stararchitekt Norman Foster in Abu-Dhabi

Interessiert blickt Angela Merkel über die Vision einer Stadt. Futuristisch anmutende Häuser, Straßen, viel Grün, aber vor allem: Die Stadt in der Wüste des Emirats Abu Dhabi soll einmal der Inbegriff von Nachhaltigkeit werden, ein globales Technologiezentrum. Noch stehen erst wenige Häuser in Masdar City. Aber es gibt bereits ein Modell, und das erläutert ein junger Mann der Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch vor wenigen Tagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

  • Die Stadt der Zukunft: Das Modell der Stadt Masdar, die in Abu Dhabi entstehen soll, erläutert der aus Nassach stammende Architekt Jürgen Häpp der Bundeskanzlerin Angela Merkel.
    Foto: Masdar
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Interessiert blickt Angela Merkel über die Vision einer Stadt. Futuristisch anmutende Häuser, Straßen, viel Grün, aber vor allem: Die Stadt in der Wüste des Emirats Abu Dhabi soll einmal der Inbegriff von Nachhaltigkeit werden, ein globales Technologiezentrum. Noch stehen erst wenige Häuser in Masdar City. Aber es gibt bereits ein Modell, und das erläutert ein junger Mann der Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch vor wenigen Tagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der junge Mann im Anzug ist der aus Nassach stammende Jürgen Häpp. Seit zwei Jahren ist der 32-jährige Architekt in Abu Dhabi, gehört zum Team des britischen Architektur-Büros Foster und Partner, das die High-Tech-Stadt konzipiert.

Konzept für 45 000 Einwohner

Vom fränkischen Dialekt ist nicht mehr viel geblieben, wenn Jürgen Häpp am Telefon im fernen Abu Dhabi von seiner Arbeit erzählt und davon, wie ihn sein Weg in die Wüste geführt hat. In Hochdeutsch, mit englischem Akzent, berichtet er vom Projekt, das für ihn so spannend ist, „weil es die Chance bietet, Visionen umzusetzen“. Mit sechs Kollegen des vom Stararchitekten Lord Norman Foster gegründeten Architekturbüros erarbeitet er das Konzept für eine Stadt, die einmal 45 000 Einwohner und 50 000 Arbeitsplätze haben soll.

Das Besondere daran ist: Die Stadt der Zukunft soll eine Stadt ohne Kohlendioxid-Verbrauch werden, ohne fossile Brennstoffe auskommen, dennoch höchste Lebensqualität bieten und zugleich die gewonnen Erkenntnisse des Städtebaus weltweit vermitteln.

Auch wenn Jürgen Häpp und seine Kollegen an der Stadt der Zukunft bauen, ist für ihn ein wichtiger Baustein, aus der Vergangenheit zu lernen. Und dies hat Häpp besonders aus seiner Schulzeit in Aidhausen mit auf den Lebensweg genommen: „Das Alte schätzen und den Sinn behalten, dass man von Altem sehr viel lernen kann.“

Für sein neuestes Projekt heißt dies: Von alten Städten und Gebäuden lernen. Häpp: „Die Städte existierten schon vor 1000 Jahren und kamen ohne Öl aus.“ Viel moderne Architektur in Masdar City wird deshalb auch eine Brücke zur traditionellen Bauweise schlagen. So etwa enge Gassen, die Schatten spenden.

Aus der Tradition Modernes schaffen, das ist für Häpp kein Neuland. So hatte ihn sein Architekturstudium an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt nach China geführt. Wo ihm und einem Kollegen eine viel beachtete Diplomarbeit über die Neugestaltung eines sechs Hektar großen, aus dem 14. Jahrhundert stammenden Stadtviertels in Peking gelang (wir berichteten). Eine glatte Eins gab es für die Diplomarbeit und sein Studium schloss er mit 1,1 als Gesamtnote ab. Städteplanung und Urbanistik hat ihn seitdem fasziniert.

Einser-Schüler

Kurz arbeitete er im Anschluss an das Studium an der Fachhochschule in Würzburg, dann bei B & O Concept in Haßfurt, war am Konzept für die Gestaltung des „Silberfisch“ beteiligt. In Haßfurt, bei Baur Consult, hatte er seine Lehre als Bauzeichner absolviert. Hauptschule, Lehre, Berufsoberschule – bei allen Abschlüssen ...

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Von unserem Redaktionsmitglied Alois Wohlfahrt
    
    

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