aktualisiert: 01.02.2008 18:08 Uhr
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BAMBERG
Bergung des gesunkenen Frachtschiffs hat begonnen
Am Donnerstag, gegen 11.25 Uhr, kam es in der Bamberger Schleuse zu einem Schiffsunglück.
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Der Schuh eines Besatzungsmitglieds schwimmt im Schleusenbecken. Sonst ist vom gesunkenen Schiff nichts mehr zu sehen.ddp -
Im vorderen Bereich der Schleuse ist das Frachtschiff gesunken. Es tritt Diesel aus. Das zweite Schiff im Hintergrund blieb unbeschädigt.ddp -
Polizei Bamberg -
Polizei Bamberg -
Polizei Bamberg
Zwei Besatzungsmitglieder wurden von einem zweiten Frachtschiff, das hinter dem havarierten Schiff in der Schleuse lag, aus dem Wasser geholt.
Am Donnerstag, gegen 17.25 Uhr, konnte inzwischen das zweite Gütermotorschiff in äußerst langsamer Fahrt die maximal geflutete Schleusenkammer der Schleuse Bamberg über das versunkene Schiff hinweg in Fahrtrichtung Nürnberg verlassen. Derzeit laufen die Vorbereitungsmaßnahmen zur Bergung hinsichtlich des auf Grund liegenden Schiffes an.
Aktueller Sachstand: Im Laufe des Vormittags werden Taucher eingesetzt, um mögliche Schäden am Schiff bzw. im Schiff festzustellen. In den Nachmittagsstunden wird ein 60-Tonnen-Bagger eintreffen um die Schiffsladung zu bergen. Bislang wurden etwa 60 Kubikmeter kontaminiertes Wasser-Ölgemisch und etwa sieben Kubikmeter reines Öl abgepumpt und entsorgt. Unterhalb der Schleusenkammer ist eine Ölsperre errichtet. Das sich dort ansammelnde Öl wird laufend abgepumpt. Inzwischen sind die Aufbauten des Schiffes wieder aus den Fluten aufgetaucht.
Mittlerweile sind bereits mehrere Schiffe aufgelaufen und es kommt zu Behinderungen im Schiffsverkehr.
Von einer Gefährdung hinsichtlich Grundwassers bzw. der Umwelt wird derzeit nicht ausgegangen. Ausgelaufene Schmierstoffe und Öle wurden durch eine Spezialfirma noch in der Schleusenkammer abgesaugt.
Eine Klärung des Unglückes wird vermutlich erst mit Hebung des Schiffes möglich sein. Der 51-jährige Schiffsführer, der sich durch einen Sprung in das eiskalte Wasser rettete, kam mit starken Unterkühlungen ins Bamberger Krankenhaus. Er wird dort noch behandelt, Beamte der Wasserschutzpolizei führen die Vernehmung durch. Der Matrose des Schiffes kam ohne Verletzungen davon.
Nach ersten Erkenntnissen gab es bei einem 80 Meter langen Gütermotorschiff aus Duisburg Wassereinbruch im vorderen Bereich und das Schiff begann in der Schleusenkammer zu sinken. Nach Aussage des Kapitäns sank das Schiff dann innerhalb von Sekunden unter Wasser.
Der Frachter hat 1000 Tonnen des Minerals Magnesitspat geladen. Wegen einer Baustelle direkt an der Schleuse gestaltet sich die Bergung schwierig.
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