publiziert: 21.07.2009 17:33 Uhr
aktualisiert: 21.07.2009 17:35 Uhr
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Einblick in jüdische Geschichte

Das Lehrerwohnhaus soll saniert und zu einem Informationszentrum werden

Die alte Schule in Kleinsteinach soll zu einem Dokumentationszentrum für jüdisches Leben werden. Dazu gibt es hohe Fördergelder.

  • Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Lehrerwohnhaus im Ortsteil Kleinsteinach soll noch in diesem Jahr saniert werden. Danach soll hier ein Dokumentationszentrum zur ehemaligen jüdischen Gemeinde in Kleinsteinach entstehen.
    FOTO Ulrich Kind
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Für Bürgermeisterin Birgit Bayer war es die erste Ortsversammlung im Gemeindeteil Kleinsteinach. Zur Premiere hätte sie mehr Bürger erwartet. Gerade mal 17 Kleinsteinacher sind in das Gemeindehaus in der Alten Schule gekommen.

Auf der Wunschliste der Gemeinde Riedbach, so die Bürgermeisterin, stehe die Sanierung des ehemaligen Lehrerwohnhauses neben der Sankt Bartholomäus Kirche. Das unter Denkmalschutz stehende, etwa 250 Jahre alte Fachwerkwohnhaus, soll nach seiner Sanierung öffentlich genutzt werden. Mit den vorbereitenden Untersuchungen wurde Architekt Dag Schröder (Schweinfurt) beauftragt. Er schlägt vor, im alten Lehrerwohnhaus ein Dokumentationszentrum zur jüdischen Gemeinde in Kleinsteinach, die durch das NS-Regime ausgelöscht wurde, einzurichten.

Schröder führte weiter aus, dass das Dach und Fassade des Gebäudes erneuert werden müssen und auch der Innenausbau auf dem Sanierungsplan stehe. Im Erdgeschoss sieht die neue Raumaufteilung drei Räume vor, im Obergeschoss ist ein ausstellungstauglicher Rundgang durch vier Räume möglich. Später könnten dort sogar Wanderausstellungen zu verschiedenen Themen präsentiert werden.

Mit allen Nebenkosten ist im Kostenvoranschlag ein Betrag in Höhe von rund 279 000 Euro vorgesehen. Bürgermeisterin Birgit Bayer hatte dann noch gute Nachrichten vom Amt für Ländliche Entwicklung in Würzburg der Gemeinde im Vorgespräch. „Die Behörde hat einen höheren Zuschussbetrag für diese Einzelmaßnahme signalisiert“, sagte sie. Weitere verbindliche Zusagen für Zuschüsse erwarte die Gemeinde von der Kulturstiftung und von der Bezirksregierung, die im fünf- bis sechsstelligen Eurobereich liegen dürften.

Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung, so die Bürgermeisterin abschließend, liegen dem Gemeindegremium dann die aktuellsten Informationen vor.

Von unserem Mitarbeiter Ulrich Kind
    
    

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