aktualisiert: 03.10.2011 17:24 Uhr
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GÄDHEIM
Existenz im Nu zerstört
Feuerwehrleute zum Großbrand
Ein Feiertag wird der 3. Oktober einer Landwirtsfamilie vom westlichen Ortsrand Gädheims zukünftig wohl nicht mehr sein. Eher ein Tag der schlimmen Erinnerung an ein Großfeuer, das ihr Anwesen bis auf das Wohnhaus nahezu vollständig zerstörte. Das Feuer richtete einen Millionenschaden an und kostete Hunderte von Tieren, überwiegend Schweinen, das Leben.
Eine Nachbarin hatte gegen 4.20 Uhr die Flammen bemerkt, die aus dem landwirtschaftlichen Anwesen schlugen. Die weit mehr als zehn Feuerwehren mit rund 200 Einsatzkräften brauchten bis gegen 7 Uhr, ehe sie den Brand unter Kontrolle hatten. Dabei gelang ihnen auch die Rettung vieler Tiere.
Feuerwehrleute, die am Montagvormittag noch vor Ort waren, um den Brandherd zu sichern, sind sich einig, dass dieses Schadenfeuer eine Katastrophe für die betroffene Familie ist. „Eine Existenz wurde in wenigen Stunden komplett zerstört, Gott sei Dank wurde niemand verletzt“, hieß es.
Heiko Schäfer, Feuerwehrmann aus Gädheim: „Ich bin entsetzt und fast sprachlos. Das Wohnhaus wurde gerettet, aber vom Rest des Bauernhofes ist so gut wie nichts mehr übrig. Furchtbar für mich war das Schreien der vom Feuer eingesperrten Schweine, das Quieken der Ferkel, es war entsetzlich.“ Dann musste die Polizei noch ein Mutterschwein erschießen. Eine Katastrophe, wenn das am Tag passiert wäre, denn da wären Tausende von Bauernmarktbesuchern in Gädheim unterwegs gewesen.
Feuerwehrmänner aus Ottendorf waren am Montagmorgen für die Parkplatzregelung beim Bauernmarkt zuständig. Freundlich sollten sie sein und die Gäste empfangen, als wäre nichts passiert. Dabei steckte ihnen der Brand vom frühen Morgen noch in den Knochen.
Bastian Kurz: „Ich war zwar nicht direkt beim Brand dabei, sondern bei der Wasserzufuhr, aber der Feuerschein, der Geruch, der Rauch, da konnte ich mir vorstellen, was oben am Berg am los war. Das viele Wasser, das vom Main gebraucht wurde und die vielen Feuerwehren aus der ganzen Umgebung, der Wahnsinn.“
Ihm stimmen David Englert und Martin Appel bei und meinen. „Wie gut, dass es Übungen gibt, die den Ernstfall darstellen, auch wenn viele darüber schimpfen, jetzt sieht man, wie schnell es zu einem Brand kommen kann und wie wichtig Übungen sind. Ein Glück, dass der Familie nichts passiert ist und ihr Wohnhaus noch steht.“
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