aktualisiert: 30.06.2012 12:04 Uhr
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EICHELSDORF
Harsche Kritik am Bürgermeister
Muntere Mitgliederversammlung der Hofheimer SPD
„Mit der SPD in Hofheim geht es aufwärts“, freute sich Konrad Spiegel, der Vorsitzende der örtlichen SPD, während der Mitgliederversammlung in Eichelsdorf, heißt es in einer Pressemitteilung. Mehr Mitglieder seien zu verzeichnen. Und wachsende Zuversicht sei zu spüren gewesen, als es um die Wahl der Delegierten für die Stimm- und Wahlkreiskonferenzen gegangen sei. Dort werden Sarah Caggiano, Frank Stössel und Günther Geiling als Delegierte mitbestimmen, wer bei der Landtagswahl am 15. September 2013 für die SPD im Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld kandidieren wird. Die Delegierten Caggiano und Geiling werden außerdem bei der Bundeswahlkreiskonferenz vertreten sein, bei der am 19. Oktober 2012 in Zeil am Main die SPD-Kandidaten für den Bundeswahlkreis Bad Kissingen gewählt werden.
Judith Geiling, die zusammen mit Hubert Bergmann als Fortschrittliche Bürger der gemeinsamen Liste SPD/Fortschrittliche Bürger in den Hofheimer Stadtrat gewählt wurde, berichtete aktuell aus dem Stadtrat. Die Stimmung dort sei generell freundlich und sachbezogen. Allerdings werde sie und mit ihr die Fraktion SPD/Fortschrittliche Bürger um mehr Einfluss und Sitze im Stadtrat werben. Denn einerseits brauche sie Unterstützung gegen die „immer wieder zu verzeichnende Ungerechtigkeit des Bürgermeisters bei der Verteilung des Geldes auf die Stadtteile“. Andererseits sei Unterstützung vonnöten ob der „phasenweisen Lockstoff-Zuschuss-Blindheit des Bürgermeisters“; und drittens benötige man Unterstützung wegen „punktuell einsamer Entscheidungen am Stadtrat vorbei“ seitens des Bürgermeisters.
Gerade am Beispiel des geplanten Kreisels am Goßmannsdorfer Tor ließen sich „alle drei Symptome“ nachweisen. Ohne Frage sei der Kreisel wünschenswert. Doch weil die 40 000 Euro hierfür im Haushalt fehlten, würden bereits im Haushalt eingestellte und vorgesehene Investitionen (zum Beispiel für die Ausbaggerung des Feuerlöschteiches im Stadtteil Eichelsdorf) auf die lange Bank geschoben. Und weil angeblich der Kreisel-Antrag höchst eilig sei, wolle der Bürgermeister alles nachträglich vom Stadtrat absegnen lassen. Judith Geiling als Fortschrittliche Bürgerin und mit ihr die „aktiven Sozialdemokraten“ begrüßen nach eigenem Bekunden die „konsequente Ansiedlungspolitik im Hofheimer Gewerbegebiet“. Darüber dürften aber die kleineren Betriebe in der Stadt und in den Stadtteilen nicht vergessen werden. Dass hier eine Schieflage entstanden sei, beweise der ungleiche Zugang zum schnellen Internet – ein für Gewerbetreibende harter wirtschaftlicher Faktor. Die Versammlung bat Judith Geiling, sich für eine Kommunikationstafel am Rathaus einzusetzen, mit der Kirchen, Vereine und Parteien informieren könnten. In den meisten Stadtteilen gebe es so eine Tafel, nur in Hofheim selbst nicht. Konrad Spiegel habe die Veranstaltung mit einer Versicherung geschlossen. Demnach – nicht nur im Hinblick auf die SPD-Sommerwanderung auf den Bramberg – lasse die SPD keinen zurück.
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