publiziert: 01.09.2010 15:40 Uhr
aktualisiert: 01.09.2010 15:42 Uhr
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Hat der Komapatient keine Angehörigen?

Bamberger liegt seit Monaten in Thailand im Krankenhaus
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    Bastian Rothe
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Ein 39 Jahre alter Bamberger sorgt in einem thailändischen Krankenhaus für Verwirrung: Der Mann liegt seit
mehr als zehn Monaten mit einer Kopfverletzung im Koma. Vergeblich versuchte das Hospital bislang mit Hilfe der deutschen Botschaft, Angehörige ausfindig zu machen, die bereit sind, ihn nach Hause zu holen. Wie die Klinik am Mittwoch mitteilte, habe sie bereits fast 63000 Dollar (etwa 50000 Euro) für die Behandlung ausgegeben. Das Krankenhaus ist in Hat Yai, etwa 700 Kilometer südlich von Bangkok. Ein Vertreter der deutschen Botschaft sagte: „Wir können bestätigen, dass es sich nicht um einen Scherz handelt.“

Der Mann war am 25. Oktober vergangenen Jahres in das Hospital gebracht worden, nachdem er sich am Flughafen der Stadt am Kopf verletzt hatte und ins Koma gefallen war. „Wir haben ihn die vergangenen zehn Monate unentgeltlich behandelt und nun kommt er allmählich aus dem Koma, obwohl er noch nicht sprechen kann“, sagte Sukanya Panthomrawee, Leiterin der Klinikabteilung für Rechte und Ansprüche von Patienten. „Wir fordern das Geld nicht zurück. An dieser Klinik gewähren wir oft auch kostenlose Behandlung zum Beispiel für Arbeiter aus Birma, die kein Geld haben.“

Das Krankenhaus habe in dieser Woche einen Hilfsfonds eingerichtet, um Spenden für den deutschen Patienten zu sammeln. Auf
diese Art und Weise sollten etwa 12500 Dollar zusammenkommen, um Flugtickets für den 39-Jährigen, begleitende Ärzte und Krankenschwestern nach Deutschland bezahlen zu können. Bislang seien nur etwa 625 Euro zusammenkommen, sagte Sukanya Panthomrawee.

Nach Auskunft der Polizei von Hat Yai hatte der Deutsche ein Ticket für den Flug von Hat Yai nach Bangkok gekauft, datiert für den
26. Oktober 2009. Der Mann sei bereits einen Tag vor dem Abflug zum Flughafen gekommen. „Er hatte Verletzungen von Messerstichen an Armen und am Hals, die anscheinend von Selbstverstümmelungen stammten“, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur dpa.

 Der Mann habe in die Abflughalle gewollt, aber ihm sei gesagt worden, er solle einen Tag später wiederzukommen. Daraufhin sei er
eine Treppe hochgegangen und habe versucht, in die Abflughalle zu springen - dabei habe er sich am Kopf verletzt. Vor dem Unfall hatte sich der Deutsche den Angaben zufolge in Songkhla, einem Badeort in der Nähe von Hat Yai, aufgehalten.

dpa
    
    

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Die neuesten Kommentare

Mainung (104 Kommentare) am 03.09.2010 18:40

Mitglied werden beim BRK...

...denn ein Krankenrücktransport gehört, auch aus dem Ausland, zu den Leistungen. Und wenn man die Hilfe hoffentlich nicht in Anspruch nehmen muss, dient der Beitrag auch den vielen Aufgaben, die das BRK wahrnimmt.
(0)
rudelq (78 Kommentare) am 03.09.2010 17:35

das mag sein

aber ich denke das ist ausserhalb von Europa und da muss man dies bei der Krankenkasse anfragen ob die Medizinische Versorgung gewährleistet ist.
Deshalb Rate ich eine Auslandskrankenversicherung abzuschliesen (bin kein versicherungsmensch zwinkern )Sicher ist sicher und da ist der Rücktransport dabei.
(0)
durschty (187 Kommentare) am 02.09.2010 18:25

Stadt Bamberg hilft Koma-Patienten in Thailand

ist der mann denn nicht krankenversichert? in deutschland ist das doch eigentlich fast jeder, die KK muss doch dann auch für diese kosten aufkommen
(0)
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