publiziert: 05.02.2012 12:47 Uhr
aktualisiert: 13.02.2012 15:53 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text OBERHOHENRIED
Höred möchte kein Stadtteil mehr sein

FSV-Büttensitzung begeistert das Publikum – Von der Antike bis zur Neuzeit
  • Mit einer Sänfte, getragen von starken Männern, ließ sich Moderatorin Heike Appel in Oberhohenried in den Saal tragen.
    Foto: Alfons Beuerlein
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„Verrückt Antik – Alle Wege führen nach Höred“: Unter diesem Motto stand die Büttensitzung des FSV Oberhohenried. Vor einem begeisterten Publikum zeigten Tanzgarden und Büttenredner, dass auch in einem kleinen Dorf die Faschingswogen hoch schlagen und so manches mit spitzer Zunge aufs Korn genommen wird.

In Oberhohenried hat man keinen Elferrat. Den braucht man auch nicht, denn mit der schlagfertigen Heike Appel hat man eine Moderatorin, die gekonnt durchs Programm führt. Passend zum Thema machte sie den Sylbacher Sitzungspräsident Jürgen Heindl gleich zum „Cäsar“ des Abends.

Mit dem Ruf „Lasset die Spiele beginnen“ kündigte die Moderatorin mit dem Gardetanz die erste Glanznummer an. Die hübschen Mädchen der FSV-Garde legten in ihren blauweißen Uniformen vor dem herrlichen Bühnenbild, das ein der Akropolis nachempfundenes antikes Bauwerk zeigte, einen schwungvollen Gardetanz auf das Parkett. Es folgte die „Gerichtsverhandlung“, bei der Daniel Fischer als Richter auf seinen Fragen zum Teil zweideutige Antworten des angeklagten Verführers (David Schober) und der Verführten (Christian Lößlein) erhielt.

Weiter ging es mit dem Tanzauftritt der FSV-Mini-Garde in ihren Asterix-Kostümen. Die sechs bis 14 Jahre alten Mädchen zeigten, das man sich in Oberhohenried keine Gedanken um den Garde-Nachwuchs machen muss.

Was eine Heiratsanzeige in der Zeitung für Missverständnisse hervorrufen kann, führten dann die heiratswillige Kandidatin (Elena Krämer) und ihr auserwählter Liebhaber (Sonja Gerber) in einem gekonnten Auftritt vor. Mit der „Hitparade“ brachten Christine Käb sowie Walter, Marie und Sophia Appel mit Stimmungsliedern wie „Ein Stern, der Deinen Namen trägt“ oder dem „Fliegerlied“ Stimmung und Bewegung in den Saal. Gleich darauf hatte der Bankkunde (Oliver Glos) seine Probleme mit dem „sprechenden Bankautomat (Stefan Werb).

Als „einziger Tanzlehrer im Großraum Höred“ kam anschließend Philipp Gessendörfer auf die Bühne, um den Publikum die heute modernen Tanzschritte vorzuführen. In einer weiteren Einlage stellte Volkmar Schneider als Prüfer der Faschingsunion die Faschingstauglichkeit des Publikums und der FSV-Akteure mit dem abschließenden Urteil fest, dass alle mit Bestnoten bestanden haben.

Es folgte der „Tanz der Römerinnen“. Die hübschen Tänzerinnen in ihren stilechten Kleidchen zauberten mit männlicher Unterstützung einen wunderbaren Tanz auf die Bühne, so dass man sich bei dem dazu passenden antiken Bühnenbild tatsächlich das lustvolle Leben im alten Rom vorstellen konnte.

„Auriella“ und „Petronella“, das ist seit Jahren ein Begriff in der Höreder Büttensitzung. Hinter diesen Namen verbergen sich Heike Appel und Martina Gessendorfer, die als Dorftratschen so manches aus dem Ortsgeschehen wissen. Sie stellten fest, dass Höred kein Stadteil mehr sein will, denn erstens lasse sich kein Haßfurter Stadtrat (außer Brigitte Krauser) in Höred sehen, und zweitens habe man vom Bäcker bis zum Bauunternehmer alles, was man zur Eigenversorgung der Einheimischen braucht. Warum es mit der Eigenständigkeit nicht klappt? Dies liege einzig daran, dass es an einem eigenen Bürgermeister fehlt.

Weiter ging es mit einem seltsamen Paar (Daniel Fischer und David Schober), das darstellte, dass es auch in früheren Zeiten schon Sodom und Gomorrha gab. Er zu seiner Frau: „Den letzten Besen, den ich in der Hand hatte, warst Du.“

Martina und Wolfgang Gessendorfer kamen auf die Bühne. Es stellte sich heraus, dass beide ihre Silberhochzeit fast vergessen hätten. Schließlich wollte sie bei einem „Oldie-Ball“ groß feiern, während er nur die Füße hochlegen und einen Piccolo aufmachen wollte. Weitere deftige Worte flogen hin und her, so dass es viel Beifall für diesen Auftritt gab.

Lustige Missverständnisse gab es auch beim Sketch „Kindergesetz“. Dabei wurde festgestellt, dass nach fünf Jahren kinderloser Ehe sich der Staat um Nachwuchs kümmert und einen dafür geeigneten Beamten ins Haus schickt. Bis sich alles aufklärte, redeten die Hausfrau (Christian Lößlein) und der Beamte (David Schober) aneinander vorbei, was Lachsalven herausforderte.

Philipp Gessendorfer und Christian Lößlein nahmen den Alt-Rentner-Aufbewahrungs-Container „Goldene Gans“ auf die Schippe und erzählten ohne Umschweife, dass die Männer an den meisten Verkehrsunfällen Schuld sind, „weil sie den Frauen die Autoschlüssel geben“.

Am Ende der witzigen, mit Pointen gespickten und schwungvollen FSV-Büttensitzung setzte das Männer-Ballet mit seinem Auftritt in Anlehnung an das Musical „Cats“ einen letzten Höhepunkt.

    
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Höreder Fasching
Oberhohenried
03.02.2012
    

Weitere Akteure der FSV-Büttensitzung

FSV-Garde: Sophia Appel, Johanna Bergmann, Sonja Gerber, Julia Grunwald, Anne Käb, Isabell Saal, Yvonne Vonhausen.

Mini-Garde: Christina Gerber, Sarah Barth, Anna-Lena Wolf, Marie Appel, Julia Strobel, Johanna Strobel. Trainerinnen: Heike Appel/Isabell Saal.

Tanz der Römerinnen: Sophia Appel, Isabell Saal, Sonja Gerber, Anja Gerber, Philipp Gessendorfer, Oliver Glos, Christian Lorz, Phillip Schober.

Hitparade Teil 2: Christine Käb, Walter Appel, Oliver Glos, Marie Appel, Sophia Appel, Philipp Schober.

Garde-Show-Tanz: Sophia Appel, Sonja Gerber, Julia Grunwald, Jessica Hippler, Anne Käb, Isabell Saal. Trainerinnen: Isabell Saal/Sophia Appel.

Männerballett: Felix Ditterich, Oliver Glos, Stefan Werb, Rainer Käb, Tobias Krapf, Walter Appel. Trainerin Heike Appel.

Technik: Christian Lorz (Ton), Christian Kramer (Licht), Volkmar Schneider

Gute Fee: Jannet Müller.

Maske Anna Käb

Bühnenbild: Felix Ditterich

Bühnenaufbau: Dominik Häfner, Michael Deschner.

Von unserem Mitarbeiter Alfons Beuerlein
    
    

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