publiziert: 22.02.2011 13:50 Uhr
aktualisiert: 23.02.2011 15:42 Uhr
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Ibinder Weltcup-Trommel sorgt für Stimmung

Chain Gang war bei der Weltmeisterschaft
  • Auf Tuchfühlung mit den Promis: Beim Herrenslalom im Gudiberg-Skistadion gesellten sich die beiden ehemaligen DSV-Stars Irene Epple-Waigel und Mariele Epple-Beck zur Chain Gang, (von links) Ralf Denninger, Dirk Baum, Christian Gollhardt, Irene Epple-Waigel, Konstantin Waigel, Maria Epple-Beck, Adolf Rädlein und Uwe Rädlein.
    Fotos: Chain Gang
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Chain Gang
Ibind
21.02.2011
    

Im Ski-Weltcup sind sie seit 25 Jahren dabei, um die Rennläufer anzufeuern. Und die Heim-WM war natürlich erst recht ein Muss für den Skiclub Chain Gang aus Ibind, als ersten und einzigen Fanclub des Deutschen Skiverbandes (DSV) sowie ältesten noch aktiven Alpin-Fanclub des gesamten Weltcupzirkus.

Zugegeben – Vorsitzender Uwe Rädlein und seine Mitstreiter waren vom Abschneiden der deutschen Athleten „leicht enttäuscht“. Trotzdem haben sie die Fahrt nach Garmisch-Partenkirchen keineswegs bereut. Denn: „Die Atmosphäre war einwandfrei“, berichtet Rädlein.

Mit einer fünfköpfigen Truppe war die Chain Gang in der zweiten WM-Woche vor Ort, für den Damen-Slalom am vergangenen Samstag am Gudiberg kam noch mal Verstärkung aus dem heimischen Ibind.

Bei den vier Rennen während der Woche im Kandahar-Skistadion durften die Fanclubs, die ansonsten Stehplatzkarten gelöst hatten, mit auf die Sitzplatztribüne und machten da entsprechend Stimmung. Außerdem gab es extra Fanbetreuer. Überhaupt sei die WM sehr gut organisiert gewesen, lobt Rädlein. Sehr beeindruckt zeigt er sich unter anderem von den etwa 1200 freiwilligen Helfern aus aller Welt.

Unvergesslich blieben für die Skifans aus den Haßbergen vor allem der Kontakt mit anderen Fanclubs und die Treffen mit aktiven und ehemaligen Skirennläufern. Am Sonntag beim Herrenslalom im Gudiberg-Skistadion etwa gesellten sich die beiden ehemaligen DSV-Stars Irene Epple-Waigel (Silber bei der WM 1978 in Garmisch-Partenkirchen und bei Olympia 1980 in Lake Placid) und Mariele Epple-Beck (Riesenslalom-Weltmeisterin 1978 in Garmisch-Partenkirchen) zur Chain Gang. „Zusammen mit unserer berühmten Weltcup-Trommel haben wir die insgesamt hundert Slalomrennläufer lautstark angefeuert“, berichtet Rädlein.

Zwischendurch war natürlich Fachsimpeln angesagt und die beiden Epple-Schwestern plauderten ein bisschen aus dem Nähkästchen. Beispielsweise zeigten sie sich zuversichtlich, dass die Youngster Stefan Luitz und Manuel Schmid die DSV-Herrenmannschaft in den nächsten Jahren wieder nach vorne bringen.

Insiderinfos gab es auch von den Fanclubs der Athleten zu erfahren. „Da sind immer Familienmitglieder oder Freunde von den Sportlern mit dabei, und man bekommt Sachen mit, die man sonst nicht erfährt“, sagt Rädlein. Besonders gut haben sich die Mitglieder der Chain Gang mit den Fans der Österreicherin Kathrin Zettl und des Südtirolers Manfred Mölgg verstanden. „Das sind stinknormale Leute, die sind auf dem Boden geblieben.“ Die Rivalitäten zwischen den verschiedenen Ländern spielen bei diesem Miteinander der Fans keine Rolle.

Ein Wiedersehen gab es mit Markus Othmer, den Uwe Rädlein schon viele Jahre persönlich kennt. Der Moderator und Sportreporter des Bayerischen Fernsehens war zusammen mit Martina Ertl-Renz für die Stadionansagen in den Zielräumen verantwortlich. Und für die Chain Gang war es natürlich etwas Besonderes, dass Othmer den Skiclub aus Unterfranken stets offiziell begrüßte.

Nur in sportlicher Hinsicht hatten auch sie sich mehr erhofft. „Gerade bei den Frauen gibt es doch etliche, die etwas hätten reißen können“, sagt Rädlein, „aber es geht eben nicht alles.“ Bei den Herren habe es ja nur das „Ein-Mann-Team“ Felix Neureuther gegeben. Und auch er könne mehr, als er gezeigt habe. Doch ebenso wie die Epple-Schwestern hofft Uwe Rädlein auf die jungen Athleten. Und er ist zuversichtlich, „dass da was nachkommt“.

Von unserer Mitarbeiterin Beate Dahinten
    
    

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