publiziert: 17.11.2009 17:38 Uhr
aktualisiert: 18.11.2009 12:30 Uhr
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Kein Freibrief für den Tierschutz: Zur Hatz auf die Jäger eingeladen

Zur Debatte „Jäger sollen häufiger zur Flinte greifen“.

Der Grundsatz „Wald vor Wild“ ist kein Freibrief gegenüber dem Tierschutz. Forstoberrat Eder hält es für untragbar, dass bei jeder zweiten Neuanpflanzung der Leittrieb verbissen ist und macht dafür die Jäger verantwortlich.

Alle Personengruppen haben ihre „schwarzen Schafe“ und nicht alle Jäger sind „Sonntagsjäger“, für die das Jagen nur ein müßiger Zeitvertreib ist. Den meisten geht es noch immer um die artgerechte Erhaltung der noch nicht vom Menschen ausgerotteten Wildarten, ferner um die Minderung, sowie die Begleichung des Wildschadens und um eine Auslese nach dem Vorbild der früheren Raubtiere. Demgegenüber wurde das Wild für Forstwissenschaftler zum größten Waldschädling. Die Süddeutsche Zeitung schrieb 1983, dass der überwiegende Teil der Alpenwälder bis zum Jahr 2000 ausgerottet sei. Doch die Menge des stehenden Holzes hat sogar zugenommen.

Statt Wild und Jäger nur noch zu verteufeln, sollte sich mancher Förster damit beschäftigen, welche Rolle den noch bei uns frei lebenden Tieren zukommt und wie er dem gestiegenen Tierschutzbewusstsein besser Rechnung tragen kann. Bei seinen waldbaulichen Maßnahmen im Wirtschaftswald sollte er nicht länger übersehen, dass alle Tiere artenspezifische Bedürfnisse haben und dass die meisten allein unter den engmaschigen Erschließungen des Waldes stark leiden. Nie haben die Raubtiere so radikal in die Tierwelt eingegriffen wie der Mensch. Zudem sollten den Tieren nach dem Tierschutzgesetz auch im Rahmen des Waldbaus nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen.

Erich Meidel
97422 Schweinfurt

    
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fuertiere (233 Kommentare) am 19.11.2009 11:18

gegen die Jagd !!!

JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur. Die weit mehr als 300.000 Jäger durchstreifen schwerbewaffnet unsere Wälder oder sitzen im Hinterhalt auf Hochsitzen, um das wehrlose Wild abzuknallen.

Mindestens 6 Millionen Tiere metzeln die Grünröcke jedes Jahr in Deutschland nieder. Hinzu kommen allein bis zu 30.000 erschossene Hunde und bis zu 400.000 Katzen, für deren Tod die JägerInnen nach eigenen Angaben verantwortlich sind.

Im "Jagdjahr" 2004/05 wurden von Jägern in Deutschland z.B. 552.812 Feldhasen, 162.096 Wildkaninchen, 445.267 Fasane und
11.745 Rebhühner getötet (http://www.jagd-online.de/datenfakten/jahresstrecken/?meta_id=256)
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