aktualisiert: 03.06.2009 13:43 Uhr
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TUTZING
Kinder brauchen Schutzräume
Susanne Kastner bei Symposium der Peter-Maffay-Stiftung
(ari) „Begegnungen – Schutzräume für Kinder“ unter diesem Motto stand ein Symposium der Evangelischen Akademie Tutzing und der Peter-Maffay-Stiftung, an dem Bundestagsvizepräsidentin Susanne Kastner teilgenommen hat. Ziel der Veranstaltung war es, auf die nicht immer einfachen Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen.
„Dass Kinder behütet, unbeschwert und glücklich aufwachsen, ist leider schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr“, sagt Susanne Kastner. Sie weiß um die Probleme, die es auch in Deutschland gibt. Kinderarmut, sexueller Missbrauch oder Vernachlässigung durch die Eltern treten viel zu häufig auf. Die Folgen sind oftmals verheerend. „Betroffene Kinder brauchen Schutzräume, um diese traumatischen Erlebnisse verarbeiten zu können.“
Die Peter-Maffay-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern diese Schutzräume zu bieten. Zum Beispiel auf einer 2003 in Mallorca eröffneten Finca. Bald auch im rumänischen Radeln. Hier plant der Sänger den Umbau eines Pfarrzentrums nebst Kirchenburg in eine Freizeiteinrichtung für bedürftige Buben und Mädchen. Ein Projekt, das Susanne Kastner begleitet. Beim Symposium in Tutzing wurde es den Teilnehmern vorgestellt.
„Was Peter Maffay für Kinder, die humanitäre Hilfe dringend nötig haben, leistet, ist einfach klasse“, sagte die Bundestagsvizepräsidentin über den Rocker mit den rumänischen Wurzeln. „Ich versuche ihn bei seiner Arbeit, wann immer es mir möglich ist, zu unterstützen.“ Auch durch die Teilnahme an dem Symposium. „Wir dürfen nicht locker lassen und müssen immer wieder klarmachen, dass wir alle in der Pflicht sind für Kinder da zu sein.“
In Tutzing, wo die Peter-Maffay-Stiftung ihren Sitz hat, ging es auch und vor allem darum, die immer schwerere Situation vieler Kinder in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen. Mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier, ZDF-Intendant Markus Schächter und Wolfgang Huber, dem Vorsitzenden des Rats der evangelischen Kirche, beteiligten sich prominente Redner. Bei einem Konzert am Abend standen Heinz-Rudolf Kunze, Wolfgang Niedecken und Bettina Wegner auf der Bühne. Die Liedermacherin lieferte mit ihrem bekanntesten Song auch das Motto der Veranstaltung. Sein Titel: „Kleine Hände“. Ein Plädoyer für die Kinder. Unter anderem heißt es im Text: „Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei. Darf man niemals quälen, geh'n kaputt dabei“.
„Das Konzert war ein schöner Abschluss eines wichtigen Tages“, erklärte Kastner. „Jetzt liegt es an den Teilnehmern des Symposiums auch in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Bedürfnisse und Nöte vieler Kinder zu schaffen.“
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