publiziert: 18.02.2014 14:48 Uhr
aktualisiert: 18.02.2014 15:30 Uhr
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Landrat: Das Feld ist bestellt

Rudolf Handwerker hielt die 36. und letzte Haushaltsrede seiner Laufbahn

„Es ist schon ein bewegender Moment.“ Zum letzten Mal in seiner politischen Laufbahn trat Landrat Rudolf Handwerker am Montagnachmittag im Kreistag an das Rednerpult, um seine Haushaltsrede zu halten. Wenn man seine Zeit als Haßfurter Bürgermeister noch dazu zählt, dann war es sage und schreibe die 36. Haushaltsrede von Handwerker. Zum Abschluss seiner Karriere als Landrat sprach Handwerker von einer „guten Ausgangslage für die nächste Legislaturperiode“. Er übergebe einen „soliden und guten Haushalt 2014“ an seine Nachfolgerin oder an seinen Nachfolger. Und dies verglich er mit der Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebs an die junge Generation: „Jeder will da einen sauberen Stall haben.“

Die finanzielle Lage des Landkreises habe sich stabilisiert. Mit 13,1 Millionen Euro (allerdings ohne die Haßbergkliniken und die Abfallwirtschaft) habe man derzeit nur zehn Prozent mehr Schulden als die 11,5 Millionen, die im Jahr 1990 zu Handwerkers Amtsantritt schon in den Büchern standen. Damit seien die Haßberge der Landkreis mit der niedrigsten Pro-Kopf-Verschuldung (155 Euro) in ganz Unterfranken. Die wichtigsten Ausgaben des Landkreises (Personal, Sozialetat und Jugendhilfekosten) steigen nur kommod.

In 2014 erwartet die Kämmerei eine deutliche Steigerung auf der Einnahmenseite. Rund drei Millionen Euro mehr dürften es werden. Weil der Bezirk Unterfranken die Bezirksumlage gesenkt hat, ist der Landkreis in der Lage, auch die 26 Kommunen zu entlasten, indem die Kreisumlage um einen Prozentpunkt auf 46,8 gesenkt wird. Dies bringt den Gemeinden eine Einsparung von rund 600 000 Euro.

Die gute finanzielle Lage des Landkreises sei allerdings „bitter nötig für die kommenden Herausforderungen“, betonte Landrat Handwerker. Rund 14 Millionen wird der Kreis investieren. Hier gebe es drei Ausgabenschwerpunkte:

• Die drei Krankenhäuser seien ab 2012 in die roten Zahlen gerutscht. Auch für 2014 sei ein Defizit des Kommunalunternehmens Haßbergkliniken zu erwarten, hervorgerufen durch eine hohe Belastung bei den Investitionen in die Bausubstanz. Der Landkreis werde drei Millionen Zuschuss gewähren für die Gebäudesanierungen. Dies sei nachzuvollziehen, sagte Handwerker, weil der Landkreis ja der Eigentümer der Immobilien ist.

• Das Netz der Kreisstraßen soll weiter verbessert werden. Rund 900 000 Euro werden für Instandsetzungen bereitgestellt, etwa drei Millionen stehen für Neubauten bereit.

• Der größte Brocken entfällt auf die kreiseigenen Schulen: insgesamt sechs Millionen Euro werden ausgegeben. Alleine in den Neubau des Hallenbads in Ebern fließen in diesem Jahr zwei Millionen Euro.

Auch in den kommenden Jahren, so Handwerker, werden die Schulen der Schwerpunkt bei den Investitionen bleiben. Etwa 20 Millionen wird alleine die Aufwertung der Berufsschule in Haßfurt kosten. Dies könne natürlich auch an der Verschuldung des Landkreises dann nicht spurlos vorübergehen.

Bei der Abstimmung über den Kreishaushalt 2014 gingen bei der Frage, wer für die Annahme des Zahlenwerks sei, tatsächlich alle Hände nach oben. Einstimmig! „Das habe ich ja noch nie erlebt“, rutschte es Landrat Rudolf Handwerker heraus. Er hatte damit schon sein erstes Abschiedsgeschenk erhalten.

    
    

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