publiziert: 23.04.2012 14:12 Uhr
aktualisiert: 23.04.2012 14:14 Uhr
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Tag der offenen Klinik – Drittes Ärztehaus eingeweiht

Feierliche Einweihung und Segnung im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken
  • Foto: Langer
    Startschuss: Landrat Rudolf Handwerker (Mitte) eröffnete am gestrigen Sonntag das Ärztehaus III am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Mit im Bild (v. re.): Pfarrer Stephan Eschenbacher, Dekan Jürgen Blechschmidt, Stephan Kolck, Vorstandsvorsitzender der Haßberg-Kliniken.
  • Foto: Langer
    Das Ärztehaus III am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken beherbergt im Untergeschoss Abstell- und Archivräume, im Erdgeschoss das Café „Höreder Beck“ und im ersten Geschoss das Medizinische Versorgungszentrum für Psychiatrie und Psychotherapie des Erwachsenen-, Kinder- und Jugendalters. Das Obergeschoss ist noch nicht belegt.
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Mit einem „Tag der offenen Tür“ feierte das Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken am Sonntag die Einweihung des dritten Ärztehauses. Nach dem Segen durch Dekan Jürgen Blechschmidt und Pfarrer Stephan Eschenbacher nutzten viele Bürger der Kreisstadt und der Umgebung die Gelegenheit, sich das neue Gebäude und das ebenfalls geöffnete Ärztehaus II anzusehen.

Obwohl das Ärztehaus III bei der Planung des Ärztehauses II bereits vorgesehen war, hat eine so nicht vorhergesehene „stürmische Entwicklung“ schon Ende Mai 2011 zum Spatenstich für das neue Haus geführt.

Denn die Mediziner der jungen Generation suchten die räumliche Nähe zu niedergelassenen Kollegen und auch zum Krankenhaus, wie Landrat Rudolf Handwerker bei der Eröffnung mitteilte. Vernetzt zu arbeiten sei heute für Ärzte wie für Patienten wichtiger denn je. Die Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, die ihre Praxis im Ärztehaus III eröffnet hätten, seien dafür ein gutes Beispiel: Zum einen hätten sie sich bereits 2008 zu einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Psychiatrie und Psychotherapie des Erwachsenen-, Kinder- und Jugendalters zusammengeschlossen. Zum anderen hätten sie die Nähe zu den Kinderärzten im Ärztehaus I und zum Krankenhaus gesucht, wo sie konsiliarisch tätig seien. „Sie werden hinzu gezogen, wenn Patienten mit Demenz behandelt werden, die einen Unfall erlitten haben und anderweitig akut erkrankt sind“, so Handwerker. Auch Patienten nach einem Suizidversuch könne zeitnah geholfen werden.

Neben dem MVZ beherbergt das Ärztehaus III im Erdgeschoss das Café „Höreder Beck“, das nicht nur das Krankenhausgelände beleben, sondern sich auch zu einem Treffpunkt der Bürger entwickeln soll. Das Obergeschoss verfügt noch über freie Räume. Dem Architekten Günther Pollach bestätigte Handwerker, mit den drei Ärztehäusern ein städtebaulich interessantes Ensemble geschaffen zu haben, das man als schönes „Eingangstor“ zur Stadt bezeichnen könne.

Eine weitere Neuigkeit, so Handwerker, sei die Gynäkologisch/Geburtshilfliche Praxis des MVZ im Ärztehaus II. Hier wirkten künftig mit Dr. Thies Piening aus Haßfurt und Dr. Ulrich Wagner aus Eltmann zwei niedergelassene Ärzte und mit dem Chefarzt Dr. Raphael Kupietz und dem Oberarzt Harald Klossek zwei Krankenhausärzte auf einem Sitz zusammen. Wobei die niedergelassenen Ärzte ihre Praxen nicht aufgegeben hätten, sondern zusätzlich am Gesundheitszentrum arbeiteten. Raphael Kupietz und Harald Klossek würden ebenfalls in die Betreuung ambulanter Patientinnen eingebunden sein. „Damit haben wir verhindert, dass der Kassenarztsitz von Dr. Rainer Hausknecht nach dessen Ruhestand endgültig verfallen wäre“, betonte der Landrat und teilte mit, dass die Erweiterung des Bettenhauses bis zum Jahr 2015 fertiggestellt sein werde.

Als Glücksfall bezeichnete Dr. Thomas Ringel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, den Bau des dritten Ärztehauses. Denn die Räume in der Hauptstraße in Haßfurt seien für das bereits genannte MVZ, das er mit Dr. Grit Althaus und Dr. Markus Strobel führe, und für den erworbenen Facharztsitz, der mit Falko Markulin besetzt worden sei, zu klein geworden. „So freuen wir uns, dass wir unser MVZ im Ärztehaus III in Struktur und Logistik planen und umsetzen konnten.“

„Mit den drei Ärztehäusern haben wir einen städtebaulichen Akzent gesetzt, der sich in die Umgebung einfügt, und gleichzeitig das Grundstück optimal genutzt“, teilte Architekt Günther Pollach mit, der die Gesamtbaukosten auf 6,1 Millionen Euro bezifferte.

ger
    
    

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