aktualisiert: 08.02.2012 17:53 Uhr
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HASSFURT
Wo rohe Kräfte sinnlos walten
Vandalen ereilt Strafe
Die viel zitierten rohen Kräfte, die sinnlos walten, die treffen wohl 100-prozentig auf das zu, was zwei junge Männer in der Zeit zwischen Februar und Mai 2010 in Hofheim und Umgebung anstellten. Mehrfach verübten sie Einbrüche und stahlen Dinge, die sie anschließend wegwarfen. Zudem beschmutzten sie mit einer Sprühdose Häuserwände, Treppen, Schilder und Kästen. Den Vandalismus ahndete das Jugendschöffengericht als wiederholte Sachbeschädigung und Diebstahl. Als Strafe kassierte ein 24-Jähriger eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten, die drei Jahre lang zur Bewährung ausgesetzt wird. Bei einem 22-Jährigen, der zurzeit im Kittchen sitzt, verlängert sich die Haftzeit um weitere vier Monate.
Insgesamt 13 Punkte hatte Staatsanwalt Christoph Lehmann in seiner Anklageschrift verlesen. Demnach führten sich die aus dem Haßgau stammenden Angeklagten im Frühjahr 2010 in Hofheim und Umgebung wie Chaoten auf. So stiegen sie zweimal in das Vereinsheim der Evangelischen Landjugend in Lendershausen ein. Das erste Mal ließen sie einen Kasten Bier mitgehen, beim zweiten Mal klauten sie die Disco-Beleuchtung und rund 100 Einwegfeuerzeuge. Zu allem Überfluss beschmierten die bereits Vorbestraften die Innenräume der Dorfjugend.
Bei anderer Gelegenheit demolierten sie die Jalousien im Vorraum einer Hofheimer Bank und beschädigten das Lesegerät. Kurze Zeit später drangen sie im selben Ort in ein Haus der Rummelsberger Anstalten ein und klauten die Fernbedienung eines Fernsehers. Schließlich zogen sie um den 8. oder 9. Mai herum durch das Haßgau-Städtchen und hinterließen mittels einer Sprühdose eine Spur von Schmierereien. Da auch öffentliche Einrichtungen betroffen waren, erstattete unter anderem Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst Strafanzeige.
Das Motiv: blinde Zerstörungswut, entsprungen aus einem Alkoholrausch. Und eine aufwändige Zeugen-Vernehmung konnten sich Staatsanwalt und Jugendschöffengericht ersparen, weil der jüngere der Vandalen ein umfassendes Geständnis ablegte. Wegen einer anderen Geschichte war gegen ihn erst am 21. Dezember letzten Jahres eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verhängt worden.
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