publiziert: 15.07.2011 16:07 Uhr
aktualisiert: 15.07.2011 16:18 Uhr
» zur Übersicht Kitzingen
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WIESENBRONN
25 000 Euro Preisgeld für die Sanierung der ehemaligen Synagoge

Michaela und Reinhard Hüßner erhalten Auszeichnung von der unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirks

(fcn) Michaela und Reinhard Hüßner gehören zu den sechs Förderpreisträgern zur Erhaltung historischer Bausubstanz der unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirks. Bei der Übergabe der mit jeweils 25 000 Euro dotierten Auszeichnungen lobte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel die Geehrten: „Sie sind bereit, sich mit viel Engagement und großen finanziellen Opfern für unsere Heimat einzusetzen.“

Michaela und Reinhard Hüßner sanieren die ehemalige Synagoge in der Badergasse 4 in Wiesenbronn, erbaut 1792/93. In der Begründung der Jury heißt es: „Ziel der Instandsetzung war neben der größtmöglichen Erhaltung der originalen Bausubstanz eine behutsame Ergänzung von ehemaligen Bauteilen und Schmuckelementen.“ Der Bau eines Nebengebäudes für die Haustechnik und Sanitärräume habe Eingriffe in die historische Bausubstanz vermieden. Dennoch sei es gelungen, „den langfristigen Erhalt des Gebäudes durch eine zeitgemäße Wohnnutzung sicherzustellen“.

„Uns ist dieser Preis sehr gelegen gekommen“, freute sich Reinhard Hüßner. Auch der Landkreis Kitzingen habe das Projekt mit 3000 Euro gefördert. Er informierte die Festgäste im Gemeindehaus Kleinrinderfeld, dass es trotz umfassender Dokumentation im Verlauf der Arbeiten Überraschungen gegeben habe. „In der Dachtraufe fanden wir Genisah, das ist historische Gebetsliteratur.“ Außerdem traten Mesusa zu Tage, dabei handele es sich um früher im rechten Türpfosten angebrachte Textauszüge aus den Büchern Mose.

Hüßner präsentierte noch weitere Fundstücke – im Boden entdeckte und etwa 400 Jahre alte Vorratstöpfe, schön verzierte Kacheln aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie einen Pfeifenkopf aus dem 18. Jahrhundert. „Man könnte diese Sachen einfach verschweigen und beseitigen, wir haben uns für die andere Variante entschieden.“

Der Förderpreisträger informierte, dass die Sanierung des Gebäudes noch rund ein Jahr dauern werde. Innen müssten noch Wandfassungen angebracht sowie Installationen und Sanitäranlagen eingebaut werden. Außerdem fehlt im Hof noch das Pflaster. „Als wir im Jahr 2008 angefangen haben, wussten wir ungefähr, was auf uns zukommt“, darauf wies Hüßner hin. Er betonte, dass man bei diesem Projekt alte Handwerkstechniken angewandt habe sowie viel Material aus der Umgebung – Steine, Holz und Lehm – nutzte.

    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Party

 
    

News

 
    

Sport

    
    

Termine Heute

 
    

Morgen

 
    

Suche

    
    

Live-Ticker 

    
    

KLASSE! 

KLASSE!
Das Medienprojekt für Schulen - alle Informationen. »mehr
    
Anzeige
    

s.Oliver Baskets TV

    
    

Gas

 
    

DSL

 
    

Strom

Gas
Tarifrechner
Kostenloser Gas-Tarifrechner mit allen aktuellen Anbietern und Tarifen.
Ihre PLZ
Verbrauch
    
    

Börsendaten

    
    

Anzeigen 

Traueranzeigen
Täglich aktuell auf mainpost.de: Traueranzeigen aus der Region.  »mehr
    
    

Pfiffikus - Zeitung für Kinder 

Die Zeitung für Kinder jetzt auch täglich im Internet auf mainpost.de lesen. »mehr
    
    

111 Dinge 

...die Sie in Mainfranken tun müssen:
Mit unserer großen Serie lernen Sie die Region neu kennen. »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Main-Post intern