aktualisiert: 18.05.2009 15:22 Uhr
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MARTINSHEIM/GNODSTADT
Dorfjugend zeigt in 72 Stunden, was sie auf die Beine stellen kann
In Martinsheim und Gnodstadt Ziel erreicht
Ja, sie haben es beide geschafft, sie sind beide locker rechtzeitig fertig geworden und sie haben beide darüber hinaus den Zusammenhalt in ihren Dörfern gefestigt: Sowohl die Landjugend in Martinsheim, als auch die in Gnodstadt war mit ihrer 72-Stunden Aktion „Wir fürs Land“ mehr als erfolgreich.
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Bahn frei für den Sturm auf den neuen Spielplatz: Nach Abschluss der 72-Stunden Aktion der Landjugend in Martinsheim nahm die Jugend ihren neuen Spielplatz im Laufschritt in Besitz.
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Endlich mit sauberen Schuhen von der Siedlung in den Altort: Die Gnodstädter machen erste Schritte auf dem neuen Weg, den ihre Landjugend in 72 Stunden geschaffen hat.FOTOs Robert Haass
Martinsheim, Sonntag 17 Uhr: Ein heftiger Gewitterregen prasselt aufs Dorf – Menschen suchen Schutz unter Pavillons, fast keiner bleibt trocken. Doch auf dem Dorf ist schnell Hilfe gefunden, die Kirche öffnet ihre Pforten und bietet Asyl – die Abschlussveranstaltung für die 72-Stunden-Aktion kann im Trocknen statt finden. Schnell macht der Spruch die Runde: Der Generationenspielplatz wird eingeweicht – nicht eingeweiht. Schön, wenn wenigstens die Stimmung passt. Und die Kirche ist voll – wie wohl nur zu Weihnachten.
Gnodstadt, eine Stunde später: Auch hier sind viele Menschen auf den Beinen, auch hier ist die 27-Stunden Aktion sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Auch hier ist die Stimmung toll: Das Wir steht im Vordergrund.
Die Landjugend beider Dörfer hatte sich eine große Aufgabe gestellt: In Gnodstadt sollte ein Fußweg zwischen Baugebiet und Altort wieder hergestellt und gepflastert werden – die Martinsheimer wollten im Kirchgarten einen Generationenspielplatz bauen – und das alles in nur 72 Stunden. In beiden Orten passierte das, was Sinn der Aktion ist, aber wohl kaum jemand in diesem Ausmaß zu hoffen wagte: Nicht nur eine Handvoll Landjugendleute arbeitet da zusammen, nein, sowohl in Gnodstadt, als auch in Martinsheim half fast das ganze Dorf zusammen.
Wer konnte und wollte machte das tatkräftig mit Hacke und Schaufel. Wem das zu viel war, der beteiligte sich mit Sach-, Geld- oder Verpflegungsspenden. Martinsheims Bürgermeister August Hopf brachte die Stimmung am späten Sonntagnachmittag auf den Punkt: „So eine Zusammenarbeit im Dorf ist eine wunderbare Sache – das hat den Zusammenhalt und das Miteinander im Dorf enorm gesteigert.“ Ein Satz, der beispielhaft für beide Orte steht. Und in beiden Orten war das Engagement so groß, dass sie weit vor der Zeit ihre eigentliche Aufgabe vollendet hatten. Und weil man gerade so schön beisammen war, wurde einfach weiter gemacht und noch die eine oder die andere zusätzliche Arbeit verrichtet.
Dass sich die Ergebnisse sehen lassen können, zeigten die Reaktionen am Sonntag: In Martinsheim war die Dorfjugend kaum zu halten und nahm ihren Spielplatz, nachdem das Absperrband durchschnitten war, im Laufschritt in Besitz. Und in Gnodstadt waren beim ersten Lauf über den neuen Pflasterweg immer wieder lobende und achtungsvolle Kommentare zu hören: „Endlich kann man wieder mit sauberen Schuhen hier laufen“ oder „Das ist eine tolle Sache.“ Und die Gesichter der Landjugendleute strahlten voll Stolz, in den sich auch, wer kann's verdenken, ein wenig Erschöpfung mischte.
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