aktualisiert: 18.09.2009 14:58 Uhr
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KITZINGEN
Aktivisten verurteilen Schmierereien am Gericht
Feldbefreier bieten Hilfe an
Die Aktivisten gegen Versuche mit genveränderten Pflanzen verurteilen in einer Pressemitteilung die Schmierereien, die seit Mittwochmorgen die Fassade des Amtsgerichts Kitzingen verunstalten. Sie bieten ihre Hilfe bei der Beseitigung des Schadens an.
Wie berichtet, hatten Unbekannte das Gebäude mit Schmierereien verunstaltetet und einen Schaden von etwa 2000 Euro angerichtet. Wegen des Hinweises „Gerichte•Gentechnik abschaffen“ war ein Zusammenhang mit kürzlich ergangenen Urteilen gegen Gentechnik-Gegner nicht ausgeschlossen worden.
Gendreck-weg sei „eine lose, nur für ein Wochenende bestehende Gruppe, die das Ziel hat, mit offenem Visier und angekündigt gentechnisch kontaminierte Äcker zu bereinigen, schreibt Feldbefreierin Gaby Schmitt in der Mitteilung. Gerade wegen des offenen und angekündigten Charakters passe die nächtliche Aktion am Amtsgericht nicht zu Gendreck-weg.
Feldbefreier Lars Lange, verurteilt zu 30 Tagessätzen, stimmt dem zu. Die Schmiererei sei geeignet, die Feldbefreier zu diskreditieren.
Am Freitag haben Gaby Schmitt und Lars Lange mit Gerichtsdirektor Paul Spengler gesprochen und ihm versichert, dass man diese Aktion zutiefst bedauere. Die beiden Aktivisten hätten dem Gericht angeboten, bei der Schadensbeseitigung zu helfen.
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