publiziert: 22.06.2012 15:12 Uhr
aktualisiert: 24.06.2012 12:05 Uhr
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Anlieger: Einspurig vor der Alten Mainbrücke geht gar nicht

Ortstermin an der Alten Mainbrücke: Anlieger melden Bedenken gegen Einengung an
  • Grün zeigt, wo es langgehen soll: Beim Ortstermin am Donnerstag an der Auffahrt zur Alten Mainbrücke machten grüne Linien deutlich, wie der Übergang einmal aussehen soll. Die gestrichelten Linien zeigen den breiten geplanten Fußgängerüberweg. Die Querlinie zeigt, wie weit die Fahrbahn eingeengt werden soll. Die Einengung würde bedeuten, dass Autos künftig nur noch einspurig an der Auffahrt vorbeifahren können. Genau das war der umstrittenste Punkt bei den Plänen.
    Foto: Siegfried Sebelka
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Nach der Verbannung des Autoverkehrs von der Alten Mainbrücke sollen die Fußgänger und Radfahrer künftig komfortabler von der Brücke in die Fußgängerzone kommen. Die Pläne für die „sichere und gestalterisch hochwertige Fußgängerquerung“ wurden in der jüngsten Finanzausschusssitzung vorgestellt. Jetzt hatten bei einem Ortstermin am Donnerstag die direkten Anlieger das Wort.

Dabei war es vor allem ein Punkt, der den Anliegern offenbar gar nicht passt. Die geplante beidseitige Einengung der Fahrbahn an der Auffahrt zur Alten Mainbrücke sowohl in der Alten Burgstraße als auch in der Schrannenstraße. „Das geht gar nicht“, sagte einer und traf damit die Mehrheitsmeinung. Dass die Einengung auf nur eine Fahrspur ein Problem werden könnten, bekamen die rund 50 Teilnehmer am Ortstermin hautnah mit. Wie bestellt, waren kurz vor 17 Uhr relativ viele Autos und auch Laster unterwegs und demonstrierten, dass es bei einer Spur schnell eng werden kann.

Dass es auch anders geht, zeigte Hoheims Ortssprecher Dieter Pfrenzinger. Der Mann mit viel Straßenbauerfahrung von den Freien Wählern hatte einen Plan dabei, der eine mögliche zweispurige Lösung und dennoch einen sicheren Übergang zeigt.

„Die fahren wie die Henker in die Fußgängerzone.“

Anlieger zum Thema Radfahrer

Die Lautstärke der Laster und das Durcheinander der Redebeiträge und Termindruck sorgten dafür, dass der Termin schnell vorbei war. Eine Anregung gab es noch: Die Verwaltung wird sich überlegen müssen, wie sie die von der Alten Mainbrücke kommenden Radfahrer bremsen kann. Schilder, Schwellen oder Poller? – für die Anlieger ist klar, dass was passieren muss, weil: „Die fahren wie die Henker in die Fußgängerzone.“ Oberbürgermeister Siegfried Müller nahm die Anregungen mit. „Wir werden alles prüfen“, sagte er zu. Bis Sonntag, 24. Juni, haben die Anlieger noch die Chance, ihre Meinung zu äußern. Zudem wird der Übergang Thema bei der geplanten Bürgerversammlung zum Verkehrsentwicklungsplan am Dienstag, 10. Juli, in der Alten Synagoge sein. Dann muss der Stadtrat entscheiden. Gebaut werden soll im Frühjahr 2013. In der Sitzung am Donnerstag spielte das Thema keine Rolle mehr.

Und das ist bisher geplant:

• Für die sichere Querung der Fußgänger von der Alten Mainbrücke in die Fußgängerzone mit einem Zebrastreifen in direkter Verlängerung der Alten Mainbrücke werden die Fahrbahnen sowohl der Alten Burgstraße wie auch der Schrannenstraße eingeengt (wie vor der Alten Synagoge). Dadurch gibt es im Osten (Tourist-Information) mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Zudem wird die Einsicht von der Alten Mainbrücke in die Schrannenstraße verbessert. • Die beiden bestehenden Zebrastreifen verschwinden. Ein neuer kommt kurz vor Beginn des Kreisverkehrs in der Alten Burgstraße dazu.

• Der Autoverkehr in der Alten Burgstraße und der Schrannenstraße wird im Querungsbereich auf 20 Stundenkilometer reduziert, die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger dadurch erhöht.

• Die Fläche vor dem Modehaus Weigand wird als Platz mit Sitzmauern gestaltet. Der Bereich soll zu einem Treffpunkt und der ersten Adresse für Besucher und Touristen werden.

• Die an der Stelle wegfallenden Stellplätze werden in der Alten Burgstraße ersetzt.

• Für den Lieferverkehr bleibt die Zufahrt in die Innenstadt über die Untere Marktstraße gewährleistet.

• Der wohl wichtigste Punkt für die Anlieger: Für die auf rund 100 000 Euro geschätzte Maßnahme werden keine Anliegerbeiträge erhoben.

Anregungen können im Stadtbauamt, oder im Rathaus abgegeben werden und auch per Email unter: bauamt@stadt-kitzingen.de. Zuständig ist Stadtplaner Christian Pohl Tel. (0 93 21) 20 61 06.

Von unserem Redaktionsmitglied Siegfried Sebelka
    
    

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Die neuesten Kommentare

adressator (22 Kommentare) am 23.06.2012 20:05

Zustimmung

zur Aussage von Lorenz4u insoweit, dass man sich in Kitzingen zumindest so seine Gedanken macht! Aber hinter der am Do. präsentierten Planung steht doch vielmehr die Verwaltung als der STR, oder? Ich halte die Idee, welche ja im Detail jetzt vertieft werden soll, grundsätzlich für sehr gut! Denn gerade in KT herrscht eine derartige Autogeilheit, die ihresgleichen sucht. Wenn es nach Meinung von schonda usw. geht, müsste der Kunde - noch stärker als bisher - seinen Ar.... mit dem Auto bis an die Kasse fahren können. Da macht es gar nichts, wenn zu Gunsten städtebaulicher Qualität 4 Stellplätze am Fußgängerzoneneingang verlagert werden, es gibt immerhin auch den kostenlosen Bleichwasenparkplatz - und 200 m Fußweg haben noch niemandem geschadet! Im Übrigen wird die neue Engstelle nach den Plänen immer noch mind. 5 m breit, reicht also für den Begegnungsverkehr von 2 Pkw locker aus - von wegen einspurig. Allerdings meine auch ich, die Radler von der Brücke müssen wirksam gebremst werden.
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Lorenz4u (155 Kommentare) am 23.06.2012 12:13

Untätigkeit

kann man den SR-KT jedenfalls nicht vorwerfen. Das wird schon !
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schonda (1382 Kommentare) am 23.06.2012 00:56

Muss doch dem Dümmsten...

.... auffallen. Es wird immer schlechter mit der Erreichbarkeit der Innenstadt !
Es können nur noch Fussgänger u. Radler rein u. die Gratisparker der Stadtverwaltung ! Genau das brauchen die Geschäfte ! Diese Zielgruppe bringt den vollen Umsatz ! Ist wie beim Beamtenmikado ! Ich lach mich schlapp.. ! Bitte noch viel mehr Zebrastreifen und noch mehr Ampeln ! Wie hat das nur früher in der damals lebendigen Innenstadt ohne den ganzen Murks geklappt ? Leer stehende Geschäfte gabs da nicht. Gott sei Dank muss ich in der Innenstadt nichts mehr einkaufen....
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