publiziert: 22.08.2008 13:05 Uhr
aktualisiert: 22.08.2008 13:15 Uhr
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Kompostwerk erledigt Schädling

Wohin mit befallenen Kastanienlaub?

(kr) Auch in diesem Jahr macht die Miniermotte vielen Kastanien wieder den Garaus. Sichtbar wird dies, wenn sich bereits im Hochsommer die Blätter braun verfärben und abfallen.

  • Von den Larven der Miniermotte angefressen ist das Blatt einer Rosskastanie. Die Minermotte wurde 1985 erstmals in Mazedonien nachgewiesen und trat 1993 erstmalig in Süddeutschland in Erscheinung. Um auf die bedrohte Situation der Rosskastanie aufmerksam zu machen, wurde der Baum im Jahr 2005 vom „Kuratorium Baum des Jahres“ zum „Baum des Jahres“ gewählt.
    Archiv-FOTO dpa
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Die Abfallberater am Landratsamt Kitzingen verweisen auf eine effektive Möglichkeit, um eine dauerhafte Schwächung der Kastanie zu vermeiden und gleichzeitig den Schädlingsbefall einzudämmen: die sorgfältige Beseitigung des Laubs. Denn dort überwintern die Puppen der Motte und befallen den Baum dann im nächsten Jahr wieder.

Das Kastanienlaub kann im Landkreis Kitzingen über die Biotonne gegeben werden. Durch die hohen Temperaturen in den Rottetunneln der Kompostierungsanlage werden Larven und Puppen der Miniermotte abgetötet. Dabei wird in dieser Anlage ein schädlingsfreier, hygienisierter Kompost gewährleistet. Von einer Kompostierung der befallenen Blätter im eigenen Garten ist aber dringend abzuraten, da im eigenen Komposthaufen die Temperaturen nicht erreicht werden, um den Schädling abzutöten.

Größere Mengen an Kastanienlaub können auch direkt über die Kompostanlage im Klosterforst angeliefert werden. Das Personal muss da unbedingt über die Anlieferung von befallenem Kastanienlaub informiert werden. Das Werk ist über die Kreisstraße zwischen Großlangheim und Hörblach zu erreichen und ist von Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

Als weitere Möglichkeit, sein Laub loszuwerden, bietet sich der Grüngut-Sack an. Er fasst etwa 120 Liter, kostet 3,70 Euro und kann bei der Abfuhr der braunen Tonne mit dazugestellt werden.

Der Grüngut-Sack kann bei 23 Verkaufsstellen im Landkreis erworben werden. Die nächstgelegene Verkaufsstelle kann Ihnen die Abfallberatung am Landratsamt Kitzingen nennen. Wer über einen Internetanschluss verfügt, kann unter www.abfallwelt.de auch selbst nachschauen. Andere befüllte Säcke oder lose Abfälle neben der Biotonne werden nicht mitgenommen.

Die Entsorgung von befallenem Kastanienlaub über die Grüngutcontainer ist in den Gemeinden verboten. Das Personal wird derartige Anlieferungen abweisen. Der Grund liegt in der Tatsache, dass der Inhalt dieser Grüngutcontainer auf einer Freifläche kompostiert wird. Hier werden, wie im Komposthaufen Zuhause, die notwendigen Temperaturen ebenfalls nicht erreicht.

Weitere Infos bei den Abfallberatern am Landratsamt Kitzingen, Tel. (0 93 21) 9 28 12 34, E-Mail abfall@kitzingen.de.

    
    

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