aktualisiert: 17.03.2008 16:04 Uhr
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WILLANZHEIM
Beim Frankenlied sang der ganze Saal mit
„Wir sind Bürgermeister“ – Willanzheim feiert Ingrid Reifenscheid-Eckert
Händeschütteln, Händeschütteln, Umarmung, Küsschen: In den ersten beiden Stunden nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses gab es für die neue Bürgermeisterin kaum Zeit zum Durchschnaufen. Die Willanzheimer feierten ihre Bürgermeisterin. Ingrid Reifenscheid-Eckert kam lange nicht dazu, ihrem Vater vom Wahlerfolg am Telefon zu erzählen.
Schon vom Stammtisch im Gasthaus Zum Hirschen wurde Reifenscheid-Eckert mit viel Beifall empfangen. Der große Saal im Wirtshaus füllte sich schnell mit Menschen, denen allen anzusehen war: Sie freuen sich mit ihrer Bürgermeisterin über den Wahlerfolg: „Wir sind Bürgermeister“ war allenthalben zu hören.
Zeitweise war im Saal keine Durchkommen mehr, so dicht gedrängt standen und saßen die Gratulanten bei Freibier und Knackwürsten. Erster Höhepunkt waren die Glückwünsche von Bürgermeister Wilhelm Sturm, der es sich zuvor nicht hatte nehmen lassen, als Gemeindewahlleiter gegen 18.30 Uhr seiner Nachfolgerin persönlich das Ergebnis der Stichwahl zu übermitteln: Mit 606 zu 400 Stimmen hatte die 44--jährige Willanzheimerin ihren Gegenkandidaten Ulrich Skowronek aus Hüttenheim geschlagen.
Kurz vor 20 Uhr wurde es noch enger im Saal: Der Musikverein kam gerade von einer Reise zu einer befreundeten Musikgruppe zurück. Das Ständchen für die neue Bürgermeisterin ist selbstverständlich. Und dann bekam Ingrid Reifenscheid Eckert den Dirigentenstab überreicht, nicht nur symbolisch, jetzt war sie an der Reihe, für Stimmung zu sorgen. Schnell hatte sie sich in ihre neue Rolle eingefunden und beim Frankenlied sang der ganze Saal mit.
Da musste sich sogar Landrätin Tamara Bischof ein wenig gedulden, ehe sie mit Händedruck und herzlicher Umarmung zusammen mit ihrer Familie gratulieren durfte. Auch ihr war die Freude anzusehen, nicht nur einen weiteren Bürgermeister aus den Reihen der Freien Wähler im Landkreis begrüßen zu dürfen, sondern auch, neben Doris Paul aus Wiesenbronn und Renate Zirndt aus Biebelried, die dritte Frau in die Reihe der Ortsoberhäupter aufnehmen zu können.
Vom erhöhten Standpunkt eines Stuhles aus bedankte sich Ingrid Reifenscheid-Eckert noch einmal für die große Unterstützung, die sie in den vergangenen Wochen erfahren hatte und bekannte sich dazu, auch weiter für den Zusammenhalt der drei Ortsteile Willanzheim, Hüttenheim und Markt Herrnsheim zu arbeiten. Jetzt gelte es, nach vorne zu schauen.
Ihren Wahlerfolg hatte Reifenscheid-Eckert vor allem den Willanzheimern zu verdanken, die sie mit fast 85 Prozent wählten. Aber auch in Herrnsheim lag sie deutlich vor ihrem Konkurrenten und errang 61,5 Prozent. Ulrich Skowronek konnte sich lediglich in Hüttenheim durchsetzten, die dort erreichten 72,6 Prozent reichten am Ende allerdings bei weitem nicht aus. Die Wahlbeteiligung lag mit insgesamt 79,95 Prozent relativ hoch.
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