aktualisiert: 04.12.2011 09:22 Uhr
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KITZINGEN
Bomben belasten den Flugplatz
Ohne Kampfmittelbeseitigung geht nichts
In drei Wellen ist der Kitzinger Flugplatz 1945 angegriffen worden. Drei Bombenteppiche haben sich über die fast 200 Hektar gelegt. Mit den Folgen haben jetzt die Stadt Kitzingen und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Eigentümerin bei der Folgennutzung der Harvey Barracks (Flugplatzkaserne) zu kämpfen.
Egal, welche Nachnutzung kommen wird, wie Gewerbegebiet, Sonderlandeplatz oder/und Bürgersolaranlage: „Die Kampfmittelbeseitigung ist das zentrale Thema.“ Das sagte Dieter Wotalla von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH, der in der Sondersitzung des Stadtrats zur Konversion seinen Zwischenbericht zum Kommunalen Projektmanagement vorstellte. Wotalla berät die Stadt seit einem Jahr als externer Konversionsmanager. Inzwischen sind aus den einst sechs ehemaligen US-Flächen mit 400 Hektar zwei geworden: die Marshall Heights und die Harvey Barracks. Die ehemalige Wohnsiedlung stand 2011 wegen der inzwischen gestorbenen Pläne für den Neubau der Klinik Kitzinger Land nicht im Mittelpunkt, was sich 2012 ändern soll.
Schwerpunkt des laufenden Jahres waren die Harvey Barracks. Wobei am Ende des Jahres so gut wie alles offen ist. Die Mehrheit des Stadtrat will nach wie vor einen Sonderlandeplatz und damit die Sicherheit, dass der Luftsport-Club weiter fliegen kann und die Fluglizenz für Kitzingen nicht erlischt. Momentan hängt alles in der Luft. Eine Entscheidung des Luftamts Nordbayern wurde mehrfach verschoben und steht noch aus. Wichtige Basis dafür ist die Frage der Kampfmittel. Die Frage muss auch gelöst werden, wenn die geplanten Gewerbegebiete auf dem Gelände verwirklicht werden sollen. Auch die Umsetzung des von der CSU beantragten Bürgersolarparks hängt von der Frage ab, was aus den Blindgängern wird.
Mit dem Problem scheint die Stadt alleine da zu stehen. Die Bima hat die ersten Phasen der Kampfmittelräumung durchgeführt, will aber nichts mehr zahlen und die 200 Hektar komplett an einen Investor verkaufen. Entsprechende Anzeigen sind geschaltet. Die Stadt muss 2012 über ein Kampfmittel-Räumkonzept entscheiden. Eines machte Wotalla klar: Ohne Konzept geht gar nichts. Derzeit jedenfalls steht die Ampel auf Rot auf dem Gelände.
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