aktualisiert: 08.02.2012 16:15 Uhr
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SCHWARZACH
Brennpunkt: Zufahrt zum Campingplatz
Gemeinde will ein Gespräch mit Anliegern in Schwarzenau zur Verbesserung der Verkehrssituation
Die geplante Erweiterung des Campingplatzes im Schwarzacher Gemeindeteil Schwarzenau bleibt ein brisantes Thema. Fast 20 Zuhörer, die meisten aus Schwarzenau, hörten sich in der Sitzung des Gemeinderats an, was das Gremium um Bürgermeister Lothar Nagel zum Plan und zu den Einwendungen gegen eine Genehmigung entscheiden werde.
Die Betreiber des Campingplatzes, Joachim und Volker Gerbig, hatten bereits im September im Rathaus eine Bauvoranfrage eingereicht, welche die Errichtung einer neuen Toilettenanlage, eines Spül- und Waschraums, eines Lagerraums und die Ausweisung von Stellplätzen für Wohnmobile vorsieht. Seit über 40 Jahren existiert der Campingplatz am Main, die geplanten Gebäude sollen neben dem alten Campinggebäude auf einer Fläche entstehen, die bereits zum Areal gehört. Bürgermeister Nagel wies darauf hin, dass der Antrag wie jeder andere auch behandelt werde, der im Rathaus eingeht.
Während der Saison wird es eng
In der Bürgerversammlung im November hatte sich Widerstand geregt, als eine Initiative aus Schwarzenauer Bürgern Gegenposition vortrug. Zusätzlich hatte nun Anwohner Bernhard Pfriem Einwände geäußert. Seiner Ansicht nach habe das Landratsamt Kitzingen bei der in Aussicht gestellte Baugenehmigung „gravierende Fehler“ begangen. Das Landratsamt stellte fest, dass „das geplante Bauvorhaben keinen öffentlich-rechtlichen Vorschriften widerspricht und keine Möglichkeit besteht, den Bauantrag abzulehnen“, auch nicht, wenn der Bau im Außenbereich entstehe. Außerdem handle es sich laut Landratsamt sogar um eine Verringerung um sieben Stellplätze gegenüber dem jetzigen Bestand.
Brennpunkt für die Anwohner ist die Verkehrssituation in Schwarzenau während der Campingsaison. Dann müssen alle Fahrzeuge samt Wohnwagen oder Anhänger über die Mainstraße zum Platz an- und abfahren. Bei gleichzeitig ordnungsgemäß am Straßenrand geparkten Fahrzeugen in der Mainstraße ist diese nicht mehr passierbar, bis die ankommenden Fahrzeuge vom Campingplatz abgefertigt sind. Der Stau verursacht häufig Ärger, weil Anlieger dann kaum zu ihrem Grundstück fahren können.
Tempo 30 wird gewünscht
Die Initiative präsentierte zur Lösung der Schwarzenauer Verkehrsprobleme ein ganzes Paket an Anträgen. So ist unter anderem eine Verlegung der Zufahrt zum Platz, wie auch Tempo 30 für den gesamten Ort gewünscht. Außerdem sollte ein Entwicklungskonzept für das Unterdorf erstellt werden, bevor ein Verkauf einer Fläche im Bereich des Campingplatzes durch den Markt erfolge, wurde gefordert.
Das ging dem Gemeinderat etwas zu weit. In der Sitzung wurde festgelegt, dass Bürgermeister Nagel die Anwohner der Mainstraße samt der Gemeinderäte zum Gespräch über die Situation bitten wird. Zum Thema Entwicklungskonzept für das Unterdorf in Schwarzenau wies Nagel darauf hin, dass die Erstellung eines ao genannten Vitalitäts-Checks für die Ortsteile eh in diesem Jahr anstehe. Ein Vorgriff darauf erscheine nicht sinnvoll, hieß es.
„Die von der Arbeitsgruppe geforderten zeitnahen Beschlüsse sind zumindest aktuell nicht umsetzbar, weil einfach die finanziellen Voraussetzungen und die Grundlagen dafür fehlen“. So steht es unter anderem im Beschlussvorschlag, dem der Gemeinderat zustimmte.
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