publiziert: 12.09.2011 16:02 Uhr
aktualisiert: 12.09.2011 16:06 Uhr
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Ein virtueller Gang durch die ehemalige Synagoge

Schüler stellten ihr prämiertes Projekt in Obernbreit vor
  • Jüdische Spuren in Obernbreit erforscht: An einem Projektseminar des Gymnasiums Marktbreit beteiligten sich die Schüler Fabian Herbst, Oliver Nagler, Christopher Röder, Moritz Schilling, Lukas Steigerwald, Florian Tief, Tobias Veeh und Jan Weinkaemmerer und stellten ihre Ergebnisse am Denkmalschutztag vor. Mit im Bild Projektleiter Dr. Josef Endres, Ulrike Dietrich-Knobling (beide links), Gisela Bamberg und Friedrich Heidecker (Mitte). Das Foto entstand auf der Treppe der Mikwe (rituelles Taufbad), die zehn Meter in die Tiefe führt.
    Foto: Uschi Merten
Bild von

Der Tag des offenen Denkmals war für die Schüler, die sich am Marktbreiter Gymnasium am Projektseminar von Dr. Josef Endres im Fach Geschichte beteiligt hatten, ein besonderer Tag. Für ihre innovative Arbeit über die ehemalige Synagoge Obernbreit, die sie vorstellten, sind sie bereits von Kultusminister Ludwig Spaenle ausgezeichnet worden.

Und viele nutzten die Möglichkeit, sich zu informieren. Die Begrüßung übernahm Friedrich Heidecker, der Vorsitzender des Fördervereins ehemalige Synagoge Obernbreit. In seiner Rede hob er die Leistung der Schüler des Gymnasiums Marktbreit hervorhob. Projektleiter Josef Endres und Schüler Fabian Herbst informierten in einer Einführung über die Synagoge. Grußworte sprachen auch stellvertretender Schulleiter Armin Forster und Bürgermeister Bernhard Brückner, die beide vom Projekt begeistert waren.

Die Schüler stellten das Projekt in der Ausstellungseröffnung vor, wobei die Besucher vom virtuellen Modell der ehemaligen Synagoge, das von Jan Weinkaemmerer erläutert wurde, besonders beeindruckt waren.

Der Projekttitel des Seminars war: „Wiederbelegung einer ehemaligen Synagoge – eine kulturelle Bereicherung für Obernbreit“. Und so hatten sich die Jugendlichen in einer mehrmonatigen Arbeit mit diesem Thema auseinandergesetzt und das Leben der einst in Obernbreit lebenden Juden erkundet. Doch auch das Gebäude der ehemaligen Synagoge wurde genau untersucht und seine Architektur festgehalten. Anhand der ermittelten Daten und Befunde entstand ein Holzmodell. Auf der Grundlage der Befunduntersuchung wurde begonnen, die alte Wandbemalung zu rekonstruieren und zur Visualisierung auf eine Folie zu übertragen. In einer Videopräsentation wurden dabei sowohl die Außen- als auch die Innenräume plastisch vor Augen geführt.

Musikalisch begleitete das Vocalensemble Kreuz & Quer mit Klezmer-Musik die Ausstellung. Vikarin Beate Krämer las aus der Thora in hebräischer Sprache. In einer Ausstellung waren Texttafeln und Gegenstände, die das jüdische Leben veranschaulichen zu sehen, darunter eine historisch Thorarolle und jüdische Kultgegenstände, die aus dem Besitz von Gisela Bamberger stammen. Sie hat auch die Schüler in Fragen des Judentums beraten.

Bei den Besuchern war die vorherrschende Meinung, dass die Arbeit der Schüler ein Beitrag zur Wiederbelebung der Synagoge war.

Von unserer Mitarbeiterin Uschi Merten
    
    

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