publiziert: 08.12.2010 17:05 Uhr
aktualisiert: 08.12.2010 17:49 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text OBERNBREIT
Eine Wand gegen den Bahnlärm

Gemeinde redet mit

(ro) Klar ist: Obernbreit bekommt einen passiven Schallschutz an der Eisenbahnlinie Würzburg-Ansbach. Offen ist jedoch noch wann. Bei den Details, besonders bei der Gestaltung, hat die Gemeinde einige Wünsche offen. Das wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend deutlich.

Beschwerden über den Bahnlärm entlang der engen Täler im Main und Breitbach gibt es schon lange. Seit einiger Zeit ist die Bahn aktiv und will nun mit Schallschutzwänden den Lärm abschirmen. Am 29. November, so berichtete Bürgermeister Bernhard Brückner am Dienstagabend, habe die Bahn bei einer Informationsveranstaltung zugesagt, die Lärmsanierungspläne der Gemeinde zukommen zu lassen – in der Sitzung am Dienstagabend lagen diese nun vor.

Drei Meter hoher Schutzwall

Demnach soll auf der Südseite der Bahnlinie, vom Winterseitenweg bis zur Schwarzenberger Straße eine Schutzwand den Schall gegenüber der Wohnbebauung im Ort abhalten. 2,50 oder drei Meter soll diese Mauer über Schienenoberkante hoch werden und sich entlang einer Strecke von einem knappen Kilometer strecken.

Grundsätzlich zeigten sich die Räte mit der Planung der Bahn einverstanden, hatten dann aber doch einige Bedenken und Anregungen. So befürchtet etwa Susanne Knof massive Beeinträchtigungen des Ortsbildes durch die lange und hohe Mauer. Laut Brückner werde die Gemeinde in die Gestaltung der Mauer mit einbezogen.

Um auch die Bewohner der Häuser am gegenüber liegenden Hang vor dem Bahnlärm zu schützen, wünschen sich die Räte eine Verlängerung des Schallschutzmauer bis zum Marktbreiter Bahnhof. Denn hier endet die Mauer auf Marktbreiter Seite.

Ein besonderes Problem

Und dann gibt es noch das Problem der Anwohner des Obernbreiter Wohngebiets An den sieben Bäumen: Auch die liegen an der Bahnlinie in der Verlängerung der Schwarzenberger Straße. Der Bebauungsplan für das Gebiet war schon 1972 aufgestellt worden. Und jetzt kollidieren die Ansprüche der Anwohner auf Lärmschutz mit dem Bundesimmissionsschutzgesetz: Das trat 1974 in Kraft. Also zwei Jahre später, um das Baugebiet noch mit in den Lärmschutz einzubeziehen. Klar, dass es in Obernbreit auch hier den Wunsch gibt, die Schutzmauer zu verlängern. Bei Kosten von rund 1000 Euro pro Meter dürfte der Wusch allerdings Wunsch bleiben.

    
    

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