aktualisiert: 06.02.2012 16:47 Uhr
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KITZINGEN
Eiszeit für den Schiffsverkehr: Eisbrecher auf dem Main
Eisbrecher im Einsatz – Belgier stranden in Kitzingen
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Viel Kraft und Bewegung: Etwa eine halbe Stunde hat der Eisbrecher „Grassmann“ gebraucht, um das Eis um die „Ulrike“ soweit zu lockern, dass der Frachter wieder flott war.Fotos: Siegfried Sebelka -
Mit Schwung: Nachdem der Eisbrecher die „Ulrike“ wieder flott gemacht hat, machen Walter Rudloff und seine Frau Ulrike ihr Schiff oberhalb der Dettelbacher Schleuse fest: Zwangsurlaub, Dauer unbekannt.
„Aufräumarbeiten“ nennt Heiko Fröhner vom Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt den Einsatz, den der Eisbrecher „von Grassmann“ am Montag fuhr. Die Aufgabe des PS-starken Räumkommandos: Im Eis festgefahrene Frachtschiffe flott machen und zur nächsten Anlegemöglichkeit bringen.
Einer dieser Einsätze lief gegen 11 Uhr in Dettelbach. Die „Ulrike“ war mit Futtermitteln an Bord von Schweinfurt in Richtung Holland unterwegs. Die Schleuse in Gerlachshausen passierte Walter Rudloff mit seinem 85 Meter langen Frachter noch problemlos. Etwa 300 Meter vor der Dettelbacher Schleuse war es dann vorbei. Das Eis war zu dick, die „Ulrike“ steckte fest.
Einsatz für den Aufräumer „von Grassmann“. Der war kurz vor 11 Uhr vor Ort, bahnte sich erst einmal eine Spurt an „Ulrike“ vorbei in Richtung Schleuseneinfahrt. Ein paar mal vorwärts und rückwärts, ein paar Kreise um den Frachter und langsam, aber sicher setzte sich „Ulrike“ wieder in Bewegung.
Ein paar Meter weiter war die Fahrt nach Holland an der Liegemauer der Dettelbacher Schleuse endgültig vorbei. „Jetzt machen wir Urlaub“, sagte Walter Rudloff, der gemeinsam mit seiner Frau Ulrike auf dem Schiff unterwegs ist. Unter den aufmerksamen Blicken der drei Hunde an Bord, unter den Augen von Zuschauern und Fernsehteams und mit der Hilfe des Kitzinger Hafenmeisters Klaus Krüger war die „Ulrike“ wenig später fest vertäut.
Winter in Unterfranken
Das bedeutet Zwangspause für den Schiffseigner. „Wenn man liegt, ist es immer ein Verlustgeschäft“, sagte der Kapitän aus Eußenheim im Landkreis Main-Spessart. Allerdings nimmt er es sportlich. Zu ändern ist da nichts, sagt er und rechnet damit, dass er mindestens eine Woche braucht, bis es weiter Richtung Holland geht. Bis dahin geht es nach Hause, aber einmal am Tag kommt er zur Kontrolle auf die Ulrike.
Rudloff ist nicht der einzige Binnenschiffer, dem das Eis eine Auszeit beschert. 30 sind es zwischen Bamberg und Marktheidenfeld. In Kitzingen liegt seit Sonntag die „Insomnia“ am Mainkai. Der Frachter kommt aus Belgien, hat nach den Worten des Eigners Mario Bosmans Braugerste aus Frankreich geladen und wollte die eigentlich in Schweinfurt löschen. Noch fünf Stunden hätte er von Kitzingen nach Schweinfurt gebraucht.
Am Sonntagnachmittag ging das aber nicht mehr. „Eine Stunde lang war ich von der Schleuse bis hierher unterwegs“, sagte der Belgier, der froh und erleichtert ist, dass ihn Hafenmeister Klaus Krüger da hat festmachen lassen, wo normalerweise nur Hotelschiffe liegen dürfen. Die Erleichterung hat seinen Grund. Bosmans mitreisende Frau ist schwanger. „Ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man schnell weg kann, wenn's denn ernst wird“, sagte der Belgier.
Bosmans geht davon aus, dass er mindestens zwei Wochen in Kitzingen liegen wird. Da hat er es einigermaßen komfortabel, zumal am Montag die Mitarbeiter der Licht-, Kraft.- und Wasserwerke (LKW) für die Stromversorgung an Bord gesorgt haben. Damit muss Bosmans seine Aggregate nicht laufen lassen und damit bleibt es ruhig am Mainkai.
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reutjo (1660 Kommentare) am 06.02.2012 18:18
tja.... so ises halt ....im Sommer isst man/n frau einen "Eisbecher" und im Winterspricht man/n frau vom "Eisbrecher" .. brrrr kalt ises worn in jeden Fall ..
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