aktualisiert: 02.02.2012 16:36 Uhr
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KITZINGEN
Energiekosten zwingen zum Handeln
KSV Kitzingen muss die Vereinsbeiträge erhöhen – Ulrike Zehner gibt ihr Amt ab
Der Kraftsportverein (KSV) Kitzingen hat Probleme des Vereinsalltags und auch wiederkehrende Malheure durch Hochwasser zu bewältigen. Auf der anderen Seite schreiben die Gewichtheber sportlich Schlagzeilen. So lässt sich, auf einen Nenner gebracht, die Situation des Vereins darstellen.
In der Hauptversammlung schilderte Vorsitzender Frieder Dollinger das Malheur, als im Januar vergangenen Jahres die Walter-Schneider-Sporthalle wieder einmal unter Wasser stand. Die Folgen drückten sich in vielen Arbeitsstunden und einer hohen Heizkostenrechnung für den Verein aus. Die Energie-Ausgaben schnellten um 46 Prozent in die Höhe, was dem KSV in absoluter Zahl 1440 Euro an Mehrkosten bescherte.
Nicht nur von unten plagte das nasse Element den Traditionsverein, sondern auch von oben. Die Verantwortlichen um Hallenwart Reinhold Stöcker versuchten die Ursache von an der Hallendecke eintretender Nässe zu ergründen, doch dieses Problem blieb bislang ungelöst.
Dollinger ließ die Veranstaltungen im Jahresverlauf Revue passieren. Stellvertretender Vorsitzender Erwin Gilch erläuterte den Besuch der Verantwortlichen in der Sporthalle des Inno-Parks. „Die Gegebenheiten wären für uns optimal gewesen“, betonte Gilch, doch hätte es dazu das Mitmachen mehrerer Vereine bedurft, was aber nicht der Fall war. Dollinger und Kassier Reiner Stöcker machten deutlich, dass die Kostensteigerungen für die Energie und die Voraussetzung, um Zuschüsse des Bayerischen Landessportverbandes zu bekommen, eine Erhöhung der Vereinsbeiträge unumgänglich machen. Die Mitglieder stimmten einhellig zu, dass der Beitrag für Erwachsene von 42 auf 55 Euro jährlich steigt, für Kinder unter 14 Jahren werden 17 Euro fällig und für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren 25 Euro. Reiner Stöcker gab bekannt, dass das Darlehen für den Boxcenter in der Florian-Geyer-Halle abgelöst ist und wies ein positives Jahresergebnis aus. Die Revisoren Werner Fischer, Anton Butz und Michael Fischer hatten an Stöckers Arbeit nichts auszusetzen.
Bewährte Kräfte wiedergewählt
Ferner standen einige Positionen des Vorstandes zur Wiederwahl an: In ihren Ämtern bestätigt wurden Schriftführerin Astrid Kropp, Jugendwart Karl Jakob, Frauenvertreterin Dietlind Weise, Hallenwart Reinhold Stöcker, Vergnügungswart Dietmar Kesselring und der für die Mitgliederverwaltung zuständige Hans Poschet. Da sie beruflich eingespannt ist und auch noch die Pressearbeit für ihren Schweinfurter Heimatverein macht, trat Ulrike Zehner nach elf Jahren als KSV-Pressewartin zurück. Unter ihrer Regie war die Vereinshomepage eingerichtet worden und sie hob zwischen 1996 und 2007 für die Kitzinger. Ein neuer Pressewart fand sich zwar nicht, doch übernahm mit Roland Bovery zumindest ein neuer Mann die Funktion des Webmasters.
Dollinger informierte über zwei Sparringsturniere und einen Bezirkslehrgang der Box-Abteilung. Einst sei er wegen der Sparringsturniere belächelt worden, jetzt seien sie anerkannt und würden sogar durch das Programm „Integration durch Sport“ unterstützt. Jugendwart Karl Jakob listete Erfolge der Nachwuchsheber auf; dabei gelang Julian Henke mit dem süddeutschen Meistertitel der größte Erfolg.
Kai Kasper, Gewichtheber-Abteilungsleiter, stellte fest, dass sich die erste Mannschaft erhobenen Hauptes nach vier Jahren aus der zweiten Bundesliga Süd verabschiedete. Im Reigen der Einzelheber stach Armin Uhl heraus, der den Deutschen Meistertitel der Junioren errungen hatte. Erfolgreich waren die Kitzinger als Ausrichter der Bayerischen Meisterschaften, bei denen die heimischen Heber mehrere Titel und Medaillen absahnten. Kasper legte den Mitgliedern ans Herz, sich grundsätzlich Gedanken um die Zukunft der Abteilung zu machen. Er wünschte sich für die Zukunft einen Nachfolger und auch eine Person, die Karl Jakob beim Jugendtraining unterstützt.
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