publiziert: 09.08.2012 16:41 Uhr
aktualisiert: 11.08.2012 12:02 Uhr
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Freitags-Fragen: Ein Rekordfeld und die große Radrunde als Attraktion

Organisator Manfred Freitag ist guter Dinge vor dem 4. Main-Post-Mainfranken-Triathlon am Samstag
  • Manfred Freitag
    Foto: K. Fellenzer
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Mit nahezu 600 Teilnehmern rechnen die Organisatoren Dieter Göpfert und Manfred Freitag beim 4. Mainfranken-Triathlon am Samstag (ab 13 Uhr) in Kitzingen. „Wir sind ausgebucht, können nur noch ganz vereinzelt bei Anfragen helfen“, frohlockt Freitag, der sich unseren Freitags-Fragen stellte. Der Kitzinger Stadtrat der Freien Wähler hofft auf gutes Wetter, viele Zuschauer und bittet alle anderen Verkehrsteilnehmer um Verständnis für Behinderungen und um Rücksichtnahme.

Frage: Wie viele Nennungen gibt es?

Schon über 500, wir nehmen seit letzten Sonntag keine Voranmeldungen mehr an. Am Samstag kommen noch etwa 50 Teilnehmer dazu, ab zehn Uhr werden die letzten Plätze vergeben. Und es wird aufgefüllt, falls jemand absagt.

Ist beim vierten Mal alles Routine, oder was ist 2012 knifflig?

Freitag: Es gibt keine Routine, man muss sich jedes Mal neu konzentrieren. Diesmal gibt es wieder die große Radrunde wie 2009 und 2010 (siehe Grafik), die über Sulzfeld, Segnitz, Frickenhausen, Erlach, Sommerhausen, Eibelstadt, den Lindelbacher Berg, Westheim und Kaltensondheim zurück nach Kitzingen führt. Der Landkreis Würzburg ist mitbeteiligt, die Strecke ist schön und anspruchsvoll.

Ist die Organisation durch das Ende der Gartenschau wieder leichter?

Freitag: Vor allem haben wir wieder die schöne Laufstrecke, mit Logenplätzen für die Zuschauer, die die Läufer auch auf der gegenüberliegenden Mainseite sehen können. Dafür ist die Strecke nicht mehr bretteben – es gibt die Anstiege auf die Alte Mainbrücke und die Südbrücke.

Glauben Sie, dass unter den neuen Vorzeichen wieder jemand unter zwei Stunden bleiben kann wie 2011?

Freitag: Wir haben auf der Olympiastrecke zehn Meldungen mit einer Nennzeit von unter zwei Stunden. Und auf der kurzen Distanz sogar um die 20 Anwärter für eine Stunde oder darunter. Das Starterfeld wird immer hochwertiger, auch wenn Vorjahressieger Ralf Preissl aus beruflichen Gründen nicht dabei ist. Dafür starten vom SV 05 Würzburg der Vorjahrszweite Jan Diekow und 2011-Siegerin Carolin Lehrieder.

Wo ist der schwierigste Punkt?

Freitag: Am Nadelöhr Wechselzone: Es ist wichtig, sich den Platz vorher anschauen, den man durch die Startnummer zugewiesen bekommt. Man muss wissen, wo komme ich rein in die Wechselzone und wo muss ich hinaus, wo treffe ich bei der Staffel meine Mitstreiter. Schließlich muss ja der Chip für die Zeitmessung übergeben werden. Oder, ein anderes Beispiel: Die Radfahrer dürfen erst ab einer bestimmten Linie losfahren, der Helm aber muss schon beim Schieben aufgesetzt und verschlossen sein. Und so ist es auch beim Rückweg wieder. Um 12 Uhr ist das Briefing, bei dem alles noch einmal genau erklärt wird.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne am Montag lesen?

Freitag: Alle waren zufrieden – Wetter hat gepasst! Und es war unfallfrei.

Wie viele Leute sind im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen?

Freitag: Rund 200 Leute inklusive Polizei, Feuerwehr und anderer Einsatzkräfte.

Ist es schwer, Helfer zu finden, zum Beispiel für die große Radrunde?

Freitag: Manchmal schon, das ist etwas schade. Zwar gibt es kein Geld, aber zumindest ein Helferessen.

Ist es vielleicht auch deshalb schwer, Helfer zu finden, weil der Vorwurf im Raum steht: Wir sollen die Arbeit machen, und die Agentur Göpfert/Freitag verdient sich eine Goldene Nase?

Freitag: Das stimmt ja nicht. Ich gebe es gern ab, wenn es jemand anders machen will. Den Aufwand, den man betreiben muss, muss erst mal jemand stemmen können. In den letzten zwei Monaten ist es wie ein Fulltime-Job, was das heißt, kann sich jeder selbst ausrechnen. Bei uns fließen mindestens 50 Prozent der Einnahmen schon mal an den Fiskus, so gesehen wäre ein Verein als Ausrichter tatsächlich günstiger dran.

Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Hohler
    
    

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