publiziert: 23.04.2010 08:02 Uhr
aktualisiert: 23.04.2010 16:10 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text DÜLLSTADT
Gentechnik-Gegner besetzen Genmaisfeld

„Wir bleiben so lange, bis der Versuch abgesagt wird!“

In der Nacht auf Freitag hat eine Gruppe von Gentechnik-Gegnern den unbestellten Acker eines Landwirts in Düllstadt besetzt, auf dessen Fläche die Aussaat von Genmais der Sorte MON810 der Firma Monsanto zu Versuchszwecken geplant ist.

  • In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat eine Gruppe von Gentechnikgegner den unbestellten Acker eines Landwirts in Düllstadt besetzt, auf dessen Fläche die Aussaat von Genmais der Sorte MON810 der Firma Monsanto zu Versuchszwecken geplant ist.
    Hans Rössert
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Um einer schnellen Räumung zu entgehen, haben sich Demonstranten auf dem Feld an ein Betonfass am Boden und an einen Dreibeinturm aus Baumstämmen in zwölf Meter Höhe festgekettet.
 
„Wir wehren uns dagegen, dass durch den Versuchsanbau von gentechnisch veränderten Organismen bewusst Auskreuzungsrisiken eingegangen und damit Tatsachen geschaffen werden“, erklärt Anne Leitz, eine der Besetzer in Düllstadt (Kreis Kitzingen).

 Im April 2009 war der kommerzielle Anbau der Maissorte MON810 in Deutschland wegen erheblicher Risiken für Umwelt und Verbraucher zwar verboten worden, findet aber, als Freisetzung deklariert, weiterhin statt; betonen die Feldbesetzer.

„Wir bleiben so lange, bis der Versuch abgesagt oder es zu spät für die Aussaat ist“, so Anne Leitz. Bis dahin laden die Besetzer täglich um 17 Uhr zu gemeinsamem Kaffee, Tee und Diskutieren. Interessierte sind unabhängig von ihrer Meinung zur Gentechnik willkommen.

(fw)
    
    

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Die neuesten Kommentare

fuertiere (233 Kommentare) am 24.04.2010 18:05

gegen Gentechnik !!!

Die wirtschaftliche Nutzung der Gentechnologie ist an die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen oder Organismen gebunden und hier entsteht ein großes Gefahrenpotential. Es fehlen jegliche Vorstellung und Risikoanalyse darüber, was unter Freilandbedingungen eintreten kann. Der einmal freigesetzte gentechnisch veränderte Organismus kann nie wieder eingefangen werden und seine Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht des Biotops sind nicht einmal abschätzbar.

Die Flächen mit den drei wichtigsten gentechnisch modifizierten Sorten Soja, Mais und Raps sind deutlich gewachsen. Demgegenüber ist die insektenresistente Baumwolle in den Vereinigten Staaten rückläufig. Bei den genannten vier Pflanzenarten ist der Anteil der gentechnisch erzeugten Sorten am gesamten Saatgut auf knapp ein Viertel gestiegen. Fast schon ein Drittel der Sojabohnen werden weltweit mit biotechnologisch hergestelltem Ausgangsmaterial erzeugt.
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kawi (44 Kommentare) am 23.04.2010 19:52

Am besten den Schlüssel wegwerfen

Muss da nicht auch mal Gülle ausgebracht werden?
(0)
peter_pan (858 Kommentare) am 23.04.2010 13:55

noch mehr erwachsen....

genveränderte pflanzen zum testen in umlauf zu bringen, obwohl die aussaat eigentlich verboten ist.

noch dämlicher aber auf saatgut zu setzen, das selbst keine treibenden früchte mehr trägt und mich zwingt, immer wieder zur kracke monsanto zu gehen (übrigens der hersteller von agent orange, von dem zeug heute immer noch verstümmelte kinder in vietnam geboren werden) um neues saatgut zu kaufen.
(0)
stickman (3 Kommentare) am 23.04.2010 13:38

Sehr erwachsen ..

... sich an Betonfässern festzuketten.

Gruß Sebastian
(0)
biopilz (3 Kommentare) am 23.04.2010 11:27

klasse!

siehe auch: http://www.gentech-weg.de.vu/index.php/Aufruf_2010
thomas ziegler, 97828 marktheidenfeld, thomas@biopilze.de
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