publiziert: 07.02.2012 17:23 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 17:27 Uhr
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Hilfe für ein Taschengeld

Jugendliche helfen, wo es nötig ist – und: Sponsoren helfen beim helfen
  • Symbolfiguren – Der eine kann's, der andere braucht's: Eine Collage hat das Freizeitteam der Stadtjugendpflege gefertigt. Sie symbolisiert, dass Jugendliche bereit stehen, um bei der Taschengeldbörse zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
    Foto: RALF WEISKOPF
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Rund 60 Jugendliche vom Hauptschüler bis zum Gymnasiasten bieten seit einigen Monaten im Rahmen der Taschengeldbörse „Freizeit“ der Kitzinger Stadtjugendhilfe demjenigen Hilfe und Unterstützung an, der sie benötigt.

Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren kommen zum Babysitten oder Rasenmähen, sie helfen bei der Hausarbeit, beim Umzug, verrichten leichte handwerkliche Arbeiten oder kaufen ein; sie geben Nachhilfe, oder gehen beispielsweise zusammen mit einem älteren Herren und dessen Hunden Gassi.

Andere haben kürzlich einer älteren Dame, deren Tochter nach Australien zog, gezeigt wie Bild-Telefonie (skypen) übers Internet funktioniert oder einem anderen Ratsuchenden den Computer eingerichtet. Darüber berichtete am Dienstagnachmittag Antje Sinn von der Kitzinger Stadtjugendpflege bei einem Pressegespräch.

Für ihre vielseitigen Dienstleistungen bekommen die Jugendlichen ein „Taschengeld“ von fünf Euro in der Stunde. Inzwischen wird das Angebot immer besser nachgefragt und die Kunden seien zufrieden. Manche sind sogar schon Stammkunden, berichtet Antje Sinn.

Soweit so gut. Aber viele Menschen, wie Alleinerziehende oder Rentner mit schmalem Geldbeutel, können sich diese fünf Euro nicht leisten. Hier kommt mit der Aktion „Spendstunde“ etwas Neues ins Spiel. Antje Sinn gewann Sponsoren, die inzwischen insgesamt 1000 Euro zur Verfügung gestellt haben, darunter die VR-Bank, die Sparkasse und die Firma Heinrich & Schleyer. Weitere Unterstützer sind gerne gesehen. „Jetzt haben wir sozusagen 200 Freistunden auf dem Konto“, freut sich die Sozialpädagogin. Aus diesem Finanzierungspolster soll das Taschengeld für Jugendliche bezahlt werden, die bei solchen Menschen helfen, die sich die – oftmals dringend benötigte – Unterstützung nicht leisten können.

d

börse und die Aktivitäten und Angebote der Stadtjugendpflege findet man auch im Internet.

Kontakt: Stadtjugendpflege Kitzingen im Internet: www.kitzingen.info/oder unter Tel. (0 93 21) 9 29 29 89.

Von unserem Mitarbeiter RALF WEISKOPF
    
    

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