publiziert: 23.07.2009 11:40 Uhr
aktualisiert: 23.07.2009 13:03 Uhr
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Warteschlangen für Verdi in Volkach

600 Gäste erlebten im Weinfestpark Volkach Verdis Nabucco

Es war ein Erlebnis der besonderen Art: An einem herrlichen Sommerabend im Freien eine der bekanntesten Opern zu hören: Nabucco. Das Großereignis unter freiem Himmel verwandelte den Park in eine Opernfreilichtbühne und lockte die Gäste und Verdi-Liebhaber in Scharen an. Der begeisterte Beifall am Ende sprach ohnehin Bände.

  • In einer aufwendigen Inszenierung spielte die Schlesische Staatsoper Bytom mit großem Chor und Orchester in italienischer Originalsprache Verdis Oper Nabucco.
    FOTO Renate Reichl
  • Etwa 600 Opernfreunde hatten sich auf dem Volkacher Weinfestgelände eingefunden, um Verdis Freiheitsoper „Nabucco“ live zu erleben und waren begeistert.
    FOTO Renate Reichl
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Kurz vor 19 Uhr. Am Eingang zum Weinfestplatz bilden sich lange Warteschlangen. Das Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Schließlich will man sich beim Sommer-Open-Air von Verdis Oper Nabucco die besten Plätze sichern. „Kommt her, hier ist noch frei.“ „Mensch, so weit vorne. Da haben wir aber Glück“, klingt es durch die Reihen. Etwa eine halbe Stunde lang dauert der Ansturm. Dann sind die meisten Besucher eingetroffen, haben sich einen Sitzplatz ergattert.

    
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Das Wetter scheint zu halten, wenn auch manch besorgter Blick zum Himmel geht. Es ist eine laue Sommernacht, passend zur Freilichtaufführung – ein besonders gelungenes Arrangement für alle Beteiligten. Einige Gäste genehmigen sich noch ein Gläschen Wein oder Secco, stehen zusammen. Die Organisatoren schauen ein allerletztes Mal nach dem Rechten, ehe das Klingelzeichen den Beginn signalisiert.

Das Publikum schaut gebannt zur Bühne. Der erste Beifall gehört dem Dirigenten und den Orchestermitgliedern, die mit der Ouvertüre beginnen. Dann der 1. Akt. Schauplatz: Der Tempel Salomos in Jerusalem.

In einer aufwendigen Inszenierung spielte die renommierte Schlesische Staatsoper Bytom mit großem Chor und Orchester in italienischer Originalsprache unter Stabführung von Tadeusz Serafin. Das dramatische, intensive Spiel um Liebe und Macht, dazu kraftvolle Melodik und zündender Rhythmus in Verdis großer Freiheitsoper, verfehlten nicht seine Wirkung auf die Zuhörer.

Internationale Starsolisten und über 100 Mitwirkende, nicht zuletzt wunderbare Stimmen, prächtige Kostüme und das eindrucksvolle Bühnenbild nahmen die Klassikliebhaber gefangen. Die Zuhörer waren fasziniert und Gänsehaut stellte sich spätestens mit dem weltberühmten Chor der gefangenen Hebräer ein. „Flieg Gedanke, auf goldenen Schwingen.“

 
Von unserer Mitarbeiterin Renate Reichl
    
    

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