aktualisiert: 18.08.2009 19:03 Uhr
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KLEINLANGHEIM
Toter Hund: Feuerwehr spricht von aggressiver Stimmung
Ayko, Aggressionen und ein Schuss
Der Tod des Hundes, der Samstagnacht an der Wutschenmühle bei Kleinlangheim von einer Polizistin erschossen worden war, steht vermutlich in einem engen Zusammenhang mit einem vorherigen Feuerwehreinsatz vor Ort.
Dabei seien er und einer seiner Jugendlichen von dem Tier attackiert worden, erklärte der Wiesenbronner Kommandant Norbert Stock am Dienstag.
Der Zufall und ein übergroßes Lagerfeuer in der Mühle waren offensichtlich Auslöser des Ereignisses, das mit Aykos Tod endete. Der Zufall war laut Kreisbrandrat Roland Eckert eine Übungsveranstaltungen der Wiesenbronner Wehr. Dabei gab es einen Anruf wegen des Feuers an der Mühle.
Die Truppe rückte aus. Mit – Eckert zufolge – sieben Leuten und nicht mit 15, wie im Polizeibericht steht. Der Empfang der Truppe am Ort des Lagerfeuers sei wenig freundlich gewesen: Hundegebell sei zu hören gewesen und beim Versuch einer ersten Kontaktaufnahme ein „pack ihn“. So beschreibt Stock die Anfangssituation. Als er mit Kollegen „als Zeugen“ zum Feuer gegangen sei, habe es aus der Runde geheißen „ihr seid mutig“, und die Rede sei von einem „gefährlichen“ Hund gewesen. Dann sei der Münsterländer schon da gewesen, habe einen von der Jugendwehr angegangen. Der junge Mann habe das Tier mit dem Bein weggeschoben, so Stock.
Die nächste Attacke des Hunds habe ihm gegolten. Er habe die Situation als „bedrohlich“ (Stock ist selbst Hundebesitzer) empfunden, obwohl das Tier „nicht geschnappt“ habe. Es sei aber „schon etwas aggressiv“ gewesen.
Das böse Ende der Geschichte gegen 23.30 Uhr bekam die Wehr, die wenig später nach ihrem Rückzug in den Außenbereich der Mühle die Polizei rief, dann nicht direkt mit. Er habe, als die Streifenbeamten samt Hundeführer auf das Gelände vorrückten, lediglich zwei Mal den Ruf „macht den Hund fest“ gehört, dann zwei Schüsse und dann eine große „Schreierei“, sagt Stock. Wenig später habe die Polizei seine Truppe auf den Heimweg geschickt.
Das Nachspiel des Tierdramas, das Aykos Besitzer Martin Schied und dessen Bruder Jochen anders sehen als die Polizei, dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Die Kripo untersucht den Fall. Ein Rechtsanwalt vertritt die Schiedts.
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»Alle 39 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
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a-friend (1 Kommentare) am 22.08.2009 10:35
Angriff?Erstens mal kommen die Gesetzeshüter des Nachts auf ein Grundstück geschlichen, obwohl Ihnen bekannt ist, dass ein "agressiver" Hund rum läuft. Zweitens, wenn der kleine Akyo die Polizistin angegriffen hätte, wäre er doch vor Ihr gewesen. Wie kann Sie dann zweimal daneben schießen und andere Menschen und Tiere in Gefahr bringen?Hier ist doch etwas ganz komisch. |
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28041953 (181 Kommentare) am 20.08.2009 18:19
@bastihdSchwer zu erklären ist es nur, wenn man selbst nicht sicher ist was das überhaupt bedeutet. In diesem Fall des Schusswaffengebrauchs der Polizistin ist dies aber eigentlich ganz kurz zu erklären. Jetzt heißt es aufpassen @bastihd! "Der Gebrauch von Schußwaffen ist vorher anzudrohen. Als Androhung gilt auch ein Warnschuß. Ohne Androhung dürfen Schußwaffen nur dann gebraucht werden, wenn das zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben erforderlich ist. Noch irgendwelche Fragen offen? |
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prinzipiellrichtig (3 Kommentare) am 20.08.2009 16:22
Endlich!Endlich faengt man an, darueber nachzudenken! Hallelujah! Warum haben Sie erst nach 2 Stunden gehandelt??? Uebrigens, keine Nachbarn in unmittelbarer Naehe!!! Das sollte man wissen!Man sollte tatsaechlich nicht immer alles glauben, was die Medien berichten und blind der Aussage von Gesetzeshuetern vertrauen... denn auch die sind nur Menschen und machen "Fehler"!!! |
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toto (623 Kommentare) am 20.08.2009 16:04
@grajohnIch glaube, Sie missverstehen mich.Es geht mir nicht darum das die Polizei überhaupt dort war (2Stunden nach dem Feuerwehreinsatz), vielmehr geht es mir darum dass die Polizei gewusst hat das sich dort Hunde aufhalten! |
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grayjohn (1535 Kommentare) am 20.08.2009 15:14
@totoSie bestätigen nur was ich gesagt habe: wäre ÜBERHAUPT NIEMAND auf das Grundstück gegangen, wäre ÜBERHAUPT NICHTS passiert.(Es darf sich dann halt auch niemand über die "Weg-guck-Kultur" aufregen und die Folgen, die das vielleicht hat - siehe das verhungerte Kind in Thalmässing. Interessanterweise wird darüber übrigens viel weniger diskutiert als über den armen Hund. Schon bezeichnend.) Warum zum Teufel hat die Feuerwehr überhaupt die Sheriffs dahin geschickt, wenn wir schon mal dabei sind? |
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