publiziert: 21.02.2012 08:54 Uhr
aktualisiert: 21.02.2012 17:12 Uhr
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Schlappmaul: Ordensträger Schuhbeck und Laudator Gysi

  • Alfons Schuhbeck, Sternekoch aus Oberbayern, ist der 28. Träger des Kitzinger Schlappmaulordens.
    Hartmut Hess
  • Gregor Gysi bekam 2003 den Schlappmaulorden, nun hielt er eine Rede auf den neuen Träger Alfons Schuhbeck.
    Hess
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Dass Alfons Schuhbeck ein würdiger Träger des Schlappmaulordens der Kitzinger Karnevalsgesellschaft (KiKaG) ist, bewies er am Rosenmontag schon beim Betreten des Kitzinger Dekanatszentrums. Denn Hofrat Walter Vierrether wollte ihm einen Korb mit Etwashäuser Gemüse überreichen, doch Schuhbeck erwiderte spontan: „Eine Halbe Bier wäre mit jetzt lieber.“

Überhaupt war der Starkoch bestens gelaunt und witzelte nach dem Schluck Silvaner aus des Hofrats-Kandel mit seinem Laudator Gregor Gysi um die Wette. „Schuhbeck hat den Orden in jeder Hinsicht verdient“, befand Gysi, nachdem KiKaG-Präsident Jürgen Hertel erläutert hatte, dass ein Ordensträger über eine „vortrefflich lockere Zunge“ verfügen solle und „ein schlagfertiges Wort zu führen weiß.“

    
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Schlappmaulorden für Schuhbeck
Kitzingen
20.02.2012
    
Gysi, Jurist und Politprofi, wusste zu berichten, dass Schuhbeck als Alfons Karg geboren wurde und als junger Mann vom Waginger Gastronomen Sebastian Schuhbeck adoptiert und als Erbe eingesetzt worden war. „Das lag daran, dass unser heutiger Ordensträger kein karges Leben führen wollte“, erklärte er und lächelte verschmitzt.

Gregor Gysi zählte die beruflichen Erfolge des Sternekochs und Unternehmers auf und war sich in närrischer Stimmung sicher: „Das ist heute die größte Auszeichnung seines Lebens“. Später feixte der Fraktionschef der Linkspartei weiter und verkündete im proppenvollen Dekanatszentrum: „ Der Mann ist schwer in Ordnung, denn der ist katholisch, hat vier Kinder und ist nicht verheiratet, deswegen möchte ich nicht sein Beichtvater sein.“

Alfons Schubeck fühlte sich geehrt von der Laudatio von „diesem eloquenten und preußischen Rotfuchs aus Berlin“. Er ging auf die „vortrefflich lockere Zunge“ der Verleihordnung ein und bemerkte, dass die Zunge das wichtigste Handwerkszeug eines Kochs sei.

Er kündigte an, dass er mit dem Kabarettisten Michl Müller noch ein Hühnchen zu rupfen habe, da es das KiKaG-Schlappmaul des Vorjahres in Kochschürze nach Veitshöchheim gewagt habe - "meine Ingwer-Autorität zu untergraben" - und sich dann vor einer Laudatio gedrückt habe.

Der in Traunstein geborene 62-jährige Schuhbeck beweis seine Ordenswürdigkeit auch, als er erzählte, dass im Leipziger Allerlei von Gregor Gysis Linken zu viel rote Rüben und zu wenig Schwarzwurzel drin seien. Von Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident und Bundesratspräsident, sprach er als dem „Küchenchef der bayerischen Politik“, der jede Woche eine neue Kreation auf den Tisch bringe.

„Ich bin happy, ein Ordensträger zu sein, vor allem wenn ich die Reihe meiner Vorgänger betrachte“, so Schuhbeck. „Ich bin nicht der erste Altbayer“, konstatierte er in der Bütt, „aber endlich der erste Koch, der diesen Orden bekommt“.

„Ich erlebe derzeit eine schöne Woche und wenn diese in Cambridge endet, sollte man in Kitzingen begonnen  haben“, juxte Gregor Gysi, der am Rosenmontag sein Gewissen beruhigte. „Ich habe mir vorgenommen, endlich meine offene Schuld zu begleichen“, verriet der Spitzenpolitiker.

Er hatte es seit seiner Schlappmaulordens-Verleihung im Jahr 2003 nicht geschafft, eine Laudatio auf einen seiner Nachfolger zu halten. Jetzt war es endlich soweit. Am Montagmorgen bekam er auch endlich die Möglichkeit, die historische Weinhandelsstadt Kitzingen bei Tageslicht zu beäugen.

Neben Schuhbeck und Gysi war bei der zweiten Prunksitzung der KiKaG aber natürlich noch mehr geboten. Ein Großaufgebot an Profi-Büttenrednern und Tanzgarden sorgte für Stimmmung, daneben setzten der evangelische Pfarrer Uwe Bernd Ahrens und Nicole Starkmann als Gartenschaubesucherin auf Lokalkolorit.

Die Gästeschar - mit Landrätin Tamara Bischof und Oberbürgermeister Siegfried Müller an der Spitze - erlebte einen kurzweiligen Abend bis weit nach Mitternacht.

Nach Bauchredner Pierre Ruby blieb es dem Wiesentheider Männerballett der Kolping-Karnevalsgesellschaft vorbehalten, den Schlusspunkt unter eine gelungene Prunksitzung zu setzen.
 
Von unserem Mitarbeiter Hartmut Hess
    
    

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Die neuesten Kommentare

kirchnerhab (151 Kommentare) am 22.02.2012 13:08

Stasi raus ?

jetzt geht die Bespitzelung schon am Kochtopf los...
(0)
lr (26 Kommentare) am 22.02.2012 09:01

Abkochsendung

Wieviel "Mäuse" musste den die KIKAG an Schubeck bezahlen, daß er nach Kitzingen gekommen ist ? Für die Jugendgarde kein Geld haben aber so einen das Geld nachwerfen !
(4)
Lorenz4u (132 Kommentare) am 21.02.2012 18:43

Prima

Und der Verfassungsschutz hatte bestimmt auch seinen Spaß an der Veranstaltung. grinsen
(0)
SaSo (196 Kommentare) am 21.02.2012 14:29

Ausgerechnet der SCHUHBECK!

Sein MOTTO: An alles INGWER - inclusive SCHWEINSBRATEN!!
Pfui Deibel!
(0)
lobi (148 Kommentare) am 21.02.2012 10:48

Häppchen für Shuhbeck vom goldenen M

oder wie heißt der Konzern für Junkfood, für den der Preisträger im Dezember warb?
(1)
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